Ludwigshafen
Pfarrei Hll. Petrus und Paulus

Sonntag, 25. Juni 2023

Indische Schwestern helfen gegen Mangel an Pflegekräften

Konvent der Heiligen Martha seit über 30 Jahren im Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege

Im vergangenen Jahr waren es drei Jahrzehnte, seitdem Schwestern des Konvents der Heiligen Martha auch im Caritas-Altenzentrum St. Josefspflege im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim ihren Dienst aufnahmen. Gefeiert wurde das Jubiläum jetzt nach 31 Jahren der Zusammenarbeit am Mittwoch mit einem festlichen Gottesdienst in der Kapelle der Einrichtung. Weihbischof Otto Georgens und Alban Meißner, der Leitende Pfarrer der örtlichen Pfarrei Heilige Petrus und Paulus, zelebrierten diesen Gottesdienst mit Eucharistiefeier.

Seit 1992 verstärken Schwestern der St. Martha Kongregation, deren Heimat Kottayam im südindischen Bundesstaat Kerala ist, das Pflegeteam des Caritas-Altenzentrums. Aktuell sind fünf Schwestern hier tätig, eine weitere absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau, wie Einrichtungsleiter Thomas Kraska informierte. Aber nicht nur diese sechs Schwestern nahmen an der Jubiläumsfeier teil, bei der neben dem Gottesdienst auch ein festlicher Empfang mit Abendessen auf dem Programm stand. Fast alle der derzeit knapp 20 in Deutschland eingesetzten Schwestern hatten den Weg nach Mundenheim gefunden. Dass das Jubiläum mit einjähriger Verspätung gefeiert wurde, war, wie Kraska erklärte, der Corona-Pandemie geschuldet.

„Das Element, das den Menschen trägt und ihn nicht abstürzen lässt, ist die Liebe“, betonte Weihbischof Georgens in seiner Predigt. Er zog den Vergleich zum Element Wasser, in dem die Fische leben und getragen werden, so wie die Vögel in der Luft in ihrem Element sind. Die verlässliche Liebe Gottes zum Menschen, die vor allem anderen stehe - auch vor der Liebe der Menschen zu Gott - sei die Quelle, aus der die St. Martha-Schwestern die Kraft für ihren Dienst schöpften. Und er unterstrich, wie segensreich dieser Dienst im Bistum sei und dankte den Schwestern von Herzen dafür. „Sie sind ein Segen für die Menschen!“ Für die Zukunft wünschte er, „dass Sie in Ihrem Element bleiben“. Beendet wurde der Gottesdienst mit zwei Liedern in der indischen Heimatsprache der Schwestern. Das erste stimmte der Weihbischof textsicher an, das zweite sangen die Schwester als „Ständchen“ für die Gemeinde.

Die Geschichte des Engagements der indischen Schwestern in Ludwigshafen ließ Einrichtungsleiter Kraska beim anschließenden Empfang noch einmal Revue passieren. Er zitierte dabei ein Schreiben des Caritasverbandes vom 26. November 1991: „Ab dem 1. Januar 1992 werden wir die Geschäftsführung des Alten- und Kinderheimes St. Josephspflege in Mundenheim übernehmen. Angesichts des derzeitigen Mangels an Pflegepersonal sind wir sehr froh darüber, dass wir zur Mitarbeit im Pflegebereich indische Ordensschwestern gewinnen konnten.“ Wobei, wie er anmerkte, der seinerzeit verwendete Begriff „derzeitig“ inzwischen sicher deplatziert sei, habe sich doch der Mangel an Pflegekräften inzwischen zum Dauerzustand entwickelt.

Die Idee, die Schwestern, die in ihrem Mutterland etwa Waisenhäuser, Kindergärten, Nähschulen oder Erste-Hilfe-Zentren betreuen, für die dringend benötigten Pflegedienste in Deutschland zu gewinnen - und ihnen damit zugleich zu ermöglichen, Mittel für die Aufgaben in ihrer Heimat zu erwirtschaften -, sei damals vom Caritasverband mit Caritasdirektor Alfons Henrich umgesetzt worden. Damit habe eine Zusammenarbeit begonnen, „die für beide segensreich und erfolgreich, ich will sogar sagen gewinnbringend ist“. Der Gestellungsvertrag garantiere den Einsatz von fünf Schwestern in der St. Josefspflege. Die Anzahl der eingesetzten Schwestern variiere aber immer mal wieder, ebenso die Dauer ihres Einsatzes. Seit 2017 - in dem Jahr wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert - seien insgesamt 16 verschiedene Schwestern in der Einrichtung tätig gewesen. Da der Orden außer in Indien und Deutschland auch in Italien wirke, gebe es auch Möglichkeiten für Versetzungen und neue Erfahrungen. In Deutschland gebe es insgesamt vier Wirkungsstätten für die Schwestern. „Schön und wichtig für uns ist aber dabei auch, dass die Schwestern sich hier zu Fachkräften ausbilden lassen“.

Kraska erwähnte auch die Belastungen, die die Schwestern für den Dienst in Europa auf sich nehmen, etwa das Erlernen einer fremden Sprache, das Hineinfinden in eine fremde Kultur, Zurechtkommen mit einem ungewohnten Klima, das lange Getrenntsein von Familie und Mitschwestern. Und merkte schmunzelnd an: „Wir können uns auf Sie ganz besonders verlassen, sie sind im Durchschnitt verhältnismäßig weniger krank, strahlen Fröhlichkeit aus und engagieren sich auch nach dem Dienst ehrenamtlichen im Bereich der Seelsorge. Dafür unser herzlicher Dank“.

Text/Foto: Henning Wiechers für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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