Dienstag, 06. Januar 2026
Bericht: Gießkanne als Predigtbegleiter
Ökumenischer Erntedank in Eppstein und Flomersheim
Unter großem Einsatz vieler ehrenamtlich Tätiger feierten Gläubige der Konfessionen in Eppstein und Flomersheim das Erntedankfest. Der Zuspruch zu dieser Veranstaltung scheint ungebrochen zu sein, was die hohen Besuchszahlen und die Spendenbereitschaft in Form von Naturalien und Geld verdeutlichen.
Der Morgen begann mit einem ökumenischen Dankgottesdienst in der Kirche St. Cyriakus, den Diakon Andreas W. Stellmann von der katholischen Pfarrei und Pfarrer Manuel Hegel von den beiden protestantischen Pfarreien hielten. Für die musikalische Gestaltung sorgten der Projektchor unter der Leitung von Rüdiger Zimmer und die Organistin Monika Ludwig.
Nach dem Eingang erklang das Lied „Laudato si, o mi Signore“, dessen Text sich am Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi orientiert und der die Schöpfung preist. Es folgte das ursprünglich als Bauernlied entstandene Kirchenlied „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land“ – eine Dichtung von Matthias Claudius. Das Lied ist ein Dank an Gott, dem die Menschen alles verdanken, was sie mit der Natur verbindet. Die Menschen sind zwar an Saat und Ernte beteiligt, aber ohne Gott, den Schöpfer, gäbe es weder Tau noch Regen noch Sonnenschein. Der Kehrvers bekräftigt den Dank: „Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn“. In seiner Predigt wählte Pfarrer Manuel Hegel das zum Wachsen erforderliche Wasser als Thema. Mit einer Gießkanne als Symbol für das lebensnotwendige Nass sprach er Themen wie Verteilungsgerechtigkeit und Klimaverhalten an.
Nicht weit war der Weg zum anschließenden Erntedankessen in der Eppsteiner Grundschule. Bereits am Vortag hatten dort fleißige Hände Bierzeltgarnituren im Foyer, im Flur und in einem Klassenzimmer aufgebaut. Nun belegten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die herbstlich dekorierten Tische. Neben der obligatorischen Kartoffelsuppe gab es Würstchen, Brötchen und Dampfnudeln mit Vanillesoße. Zum Dessert wurden Kaffee und Kuchen serviert. Bei der Bedienung der Gäste und beim Abwasch beteiligten sich die Messdienerinnen und Messdiener sowie die Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Die Kartoffeln und das Gemüse wurden von den landwirtschaftlichen Betrieben Schroth, Weyer und Mohr aus den beiden Vororten gestiftet und am Vortag an mehrere Haushalte ausgegeben, die daraus den Eintopf zubereiteten. Überdies wurden 20 Kuchen und Torten gebacken, die allesamt gestiftet wurden. Der Erlös aus dem Verkauf von Essen, Backwaren und Getränken in Höhe von 1.475,05 Euro wurde an die Ökumenische Obdachlosenhilfe weitergeleitet.
(Friedhelm Trowe)
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