Frankenthal
Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit

Samstag, 09. August 2025

Bericht: Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag

In Frankenthal ist er eine langjährige und beliebte Tradition – der ökumenische Gottesdienst christlicher Gemeinden aus Frankenthal am Pfingstmontag, der in diesem Jahr auf den 9. Mai 2025 fiel. Bei vielversprechendem oder gar schönem Wetter findet er unter freiem Himmel in der Erkenbert-Ruine statt. In diesem Jahr war der Himmel allerdings leicht bewölkt und die Stühle, die zahlreiche Helfer aufstellen wollten, waren so sicher verstaut, dass niemand wegen eines fehlenden Schlüssels an sie herankam. Kurzerhand wurde improvisiert und die ganze Veranstaltung in die Zwölf-Apostel-Kirche verlegt, die durch die anwesende ökumenische Gemeinde sehr gut gefüllt war.

Zur musikalischen Untermalung hatte sich – ebenfalls eine langjährige Tradition – ein Projektchor aus dem Kirchenchor St. Ludwig, dem ökumenischen Kirchenchor Lutherkirche/St. Paul sowie dem Kirchenchor der Zwölf-Apostel-Kirche zusammengefunden, der vom Posaunenchor Frankenthal und vom Bezirkskantor Eckhart Mayer am Klavier unterstützt wurde. Die musikalische Leitung des Chores teilten sich entsprechend abwechselnd Margot Schäfer, Eva Decker und Eckhart Mayer.

Liturgisch spielte die Musik jedoch etwas anders, denn Pfarrerinnen Simone Gerber und Christina Neumann (beide von der protestantischen Kirche), die Pfarrer Andreas Rubel, Dr. Joachim Reger, Dr. Léonard Katchekpele mit Diakon Andreas Stellmann (katholische Kirche) sowie Diakon Matthias Monsieur (neuapostolische Kirche) leiteten das Fest der Gemeinsamkeiten, das dieser mit einem Votum und einem Gebet den Gottesdienst eröffnete.

Die Lesung aus der Apostelgeschichte (Apo 2,1-13) trug Pfarrerin Neumann vor und erinnerte die Anwesenden an die bekannten Geschehnisse des allerersten Pfingstfestes in Jerusalem.

Der ganze Gottesdienst stand unter dem Leitgedanken „1700 Jahre Ökumenisches Konzil von Nizäa“, zu dem Pfr. Dr. Reger eine beeindruckende Predigt hielt (siehe Zusammenfassung), in der er einen Bogen von den grundlegenden Diskussionen des Konzils bis hin zur Attitüde u.a. heutiger Politiker spannte. Die Ergebnisse des Konzils mündeten in dem großen Glaubensbekenntnis des Konzils von Nizäa, das die ökumenische Gemeinde in der Zwölf-Apostel-Kirche anschließend gemeinsam betete. Alle waren danach eingeladen, die persönlich besonders ansprechenden Textstellen mit ausgeteilten Stiften zu markieren und nach Hause mitzunehmen.

Am Ausgang wurde eine Kollekte abgehalten, die unter allen teilnehmenden Gemeinden gleich aufgeteilt und der jeweiligen Jugendarbeit in den einzelnen Gemeinden zugeführt wird.

Herzlicher Dank gilt allen, die an der Organisation, der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren und auch allen Anwesenden, die durch ihre engagierte Teilnahme zur Bereicherung des Festes gemeinsamen Glaubens beigetragen haben.


Großes CREDO von Nizäa (325 n. Chr.)

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die einige, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.

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