Gersheim
Pfarrei Heilig Kreuz

Dienstag, 19. August 2025

50 Jahre St. Barbara Herbitzheim...

Bildschirmpräsentation

Fotos: Gertrud Schwartz

Blumenschmuck am Eingang, Foto: Andrea Lippmann

Festlich geschmückte Kirche

Eindrücke vom Empfang, Fotos: Otti Leiner

…die Pfarrei Hl. Kreuz feierte ihre jüngste Kirche mit einem Festgottesdienst und Empfang.

Am 17.08.1975 wurde die Kirche St. Barbara in Herbitzheim geweiht. Noch vielen sind das Fest von damals und der beschwerliche Weg bis dahin in Erinnerung. Ein halbes Jahrhundert Gotteshaus mit außergewöhnlicher Architektur und Anziehungspunkt im Bliesgau sollte besonders gefeiert werden. Der Gemeindeausschuss der Gemeinden Rubenheim/Herbitzheim und Bliesdalheim mit seiner Vorsitzenden Marita Nagel machte sich deshalb frühzeitig an die Planung des Jubiläums. Ein Festgottesdienst mit anschließender Begegnung auf dem Kirchenvorplatz, bei der die Menschen ins Gespräch kommen und sich über Gott und die Welt austauschen, war die richtige Idee für dieses Ereignis. Bei strahlendem Sommerwetter nahmen Gläubige aus der ganzen Pfarrei und darüber hinaus an einem Festgottesdienst teil, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Kirche empfing mit Gartenblumen von Gertrud Schwartz, kreativ und bunt von Margit Wesely und Otti Leiner gesteckt. Die Fülle der Schöpfung lockte bei vielen schon beim Eintreten ein staunendes „Oh, wie schön ist das!“, hervor.

Marita Nagel begrüßte zu Anfang des Gottesdienstes alle, die gekommen waren, darunter auch Bürgermeister Michael Clivot und die Ortsvorsteherin von Herbitzheim, Andrea Lippmann. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte des Kirchenbaus von der Gründung des Kirchenbauvereins im Jahr 1927 bis zur Einweihung der Kirche im Sommer 1975 sorgte ein Mundartgedicht des St. Ingberters Manfred Kelleter für eine wunderbare Einstimmung auf den Gottesdienst. Die Kirchenchöre Rubenheim-Herbitzheim und Reinheim mit ihrem Dirigenten Jürgen Rabung gestalteten die Feier musikalisch mit Liedern, die die Dankbarkeit und das Gotteslob klangvoll ausdrückten.

Pfr. Krystian Scheliga, Pastoralreferentin Kornelia Olbrich, P. Shaiju Varekulam und Wortgottesleiterin Susanne Karl verbanden in einer Bildschirmpräsentation Worte der Heiligen Schrift mit der Entstehungsgeschichte der St. Barbara Kirche und meditativen Texten. Die Fotos, die das Gotteshaus in seiner Einzigartigkeit und die hohen Herausforderungen an die Menschen, die planten und bauten, belegten, stammten von dem bereits verstorbenen Herbitzheimer Walter Gebhart. Claudia Frangart mit ihrer Querflöte, untermalt durch Orgelmusik von Jürgen Rabung, vertiefte mit Taizéliedern die Bibelworte und berührte alle im Kirchenrund.

Am Ende bedankte sich Marita Nagel bei allen, die diesen Gottesdienst so herzergreifend vorbereitet und gestaltet hatten. Sie lud im Namen der Pfarrei auf den Kirchenvorplatz ein, wo alles geschmückt war für den Empfang. Fröhliches Geplauder bei einem Getränk und Gebäck erfüllte die Luft, und viele bedankten sich mit warmen Worten für den so besonderen Gottesdienst. „Es war ein berührender Gottesdienst“ oder „Die heutige Feiermesse zum 50. Jubiläum war für mich etwas Ergreifendes. Danke für die wunderschönen Stunden“ oder „Bei der Musik von Claudia bekam ich eine Gänsehaut“, aber auch „Was für ein wunderbarer Blumenschmuck“ sind nur einige O-Töne aus der Fülle von guten Rückmeldungen.

Manfred Kelleter erlaubte den Abdruck seines Gedichtes telefonisch, wofür wir sehr dankbar sind. Drückt es doch so vieles aus, das für alle, die die St. Barbara Kirche lieben und schätzen, zutrifft. Freuen Sie sich über den Humor und die tiefe Frömmigkeit, die aus dem Gedicht spricht:

Känn Gotik, nä, on känn Barock,
doch off em Turm Glogg iwwer Glogg,
so steht e hochmodernie Kärch
driwwe en Herbitzheim am Bärch.

For mich – obwohl e Beddongbau,
Än von de schenschde dort em Gau
met wonnerbarem Ondachtsraum, -
so änner fendt ma sonschdwo kaum.

Dort an d ä r Kärch mach ich oft Raschd,
om dann befreid von aller Laschd,
e scheenes Kärchelied se singe,
das duht dort dren ganz herrlich klinge.

D i e Kärch dort, loss ich niemols aus,
for mich esch das e Goddeshaus,
wo ich dren meditiere kann,
wann ich emol de Storze han.

Dort drin bät ich ganz ungesteert
on glab, ich wärre ah erheert,
well mer´s, wie´s en de Bibel steht,
sofort denoh viel besser geht.

Drom kann ich jedem nor empfehle,
sich seelich net so lang se queele,
gleich se beusche d i e scheen Kärch
en Herbitzem dort an däm Bärch.

Manfred Kelleter

Vielen Dank allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben!

 

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