Homburg
Pfarrei Hl. Johannes XXIII.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Neue Glasbilder schmücken den Kircheneingang der Erbacher Kirche Maria vom Frieden.

Die Besucher der katholischen Kirche Maria vom Frieden werde von den beiden Heiligen, Thomas Morus zur Rechten und Edith Stein zur Linken des Hauptportals begrüßt und gesegnet.

Die Glasbilder, die an Stelle der ehemals zerstörten Glasverbundsteine getreten sind, hat der Architekt und Verwaltungsrat der Gemeinde, Hans-Joachim Grötschel entworfen.

Geistlichen Beistand und Beratung erhielt Grötschel vom hiesigen Diakon Dominik Schindler, der in früheren Jahren in Sachen Chronik und Archiv der Gemeinde tätig war.

Die Idee, Thomas Morus in der Kirche abzubilden, ist schon alt.

Das Gotteshaus wurde vor 60 Jahren neben Maria vom Frieden auch dem unbeugsamen Glaubensvertreter, Thomas Morus, als Co-Patron und charakterstarkem Vorbild geweiht.

Die zweitgrößte Glocke, trägt den Namen des britischen Heiligen.

Jetzt jedoch bot sich die Gelegenheit, die Außenflächen zu nutzen.

Mit einem von Günter Zeuner (1923-2011) gestalteten Thomas Morus gab es ein Vorbild, das perfekt zu dem Gotteshaus paßt.

Danach hat Grötschel, ehem. Schüler von Prof. Oskar Holweck , FHS-Design  Saarbrücken, den Heiligen stilisiert.

Aufgrund enger Verbindungen zu Edith Stein wurde ihr das Pendant auf der gegenüberliegenden Seite gewidmet.

Sie hatte nicht nur enge Beziehungen zum Bistum Speyer, sondern war auch dem damaligen Pfarrer und Geistlichen Rat Hr. Rembor, von der Mutterpfarrei St. Andreas in der Erbacher Steinbachstraße, persönlich bekannt. Er begegnete Edith Stein am Bahnhof bei der Deportation ins KZ.

Edith Stein, an ihrem Stern auf der Brustseite ist sie unschwer als Jüdin zu erkennen, Kreuz und Bibel in der Hand. Am 09.08.1942 wurde sie dafür in Auschwitz ermordet und später heilig gesprochen.

Die 2,40 mal einem Meter großen Glasbilder sind in mehreren Schichten geschliffen und gestrahlt, um Konturen sowie die schwarz-graue Farbgebung zu erreichen.

Ganz abgesehen vom Entwurf, mussten die Ausführungszeichnungen für jede Farbe mehrfach einzeln gezeichnet werden, bis die einzelnen Übergänge gepasst haben.

Dies brauchte zahlreiche Arbeitsstunden.

Ziel war, ein wirkungsvolles Bild zu schaffen, das jedoch auf keinen Fall von der Maria-und-Jesus-Darstellung über dem Portal ablenkt.

Daher auch die Farbwahl in Spiegel und schwarz-grau.

Von innen ermöglicht die Verwendung von Spionspiegelglas den Blick auf den Vorplatz.

Rund 7000 Euro hat die Gemeinde, die erst im Sommer die technische Innenrenovierung ihres Gotteshauses abgeschlossen hat, in die neuen Glasfronten der Erbacher Kirche investiert.

Damit sind die Baumaßnahmen in 2016 zunächst einmal abgeschlossen.

Allerdings soll weiter in die Kirche investiert werden.

So ist eine Erweiterung der Orgel bereits in Speyer beantrag, zumal dafür bereits Spendengelder vorhanden sind.

Der langersehnte Innenanstrich soll 2018 erfolgen.

 

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