Queidersbach
Pfarrei Hl. Franz von Assisi

Montag, 27. April 2020

Pfr. Martin Olf stellt sich als Administrator vor

Der Leitende Pfarrer der Pfarrei Heilig Geist Kaiserslautern wurde von der Bistumsleitung zum Administrator der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi bestellt. Hier stellt er sich vor:

Liebe Pfarreimitglieder der Pfarrgemeinde Hl. Franz von Assisi,

in den vergangenen Wochen wurde viel darüber gesprochen, dass es in Zeiten der Krise wichtig sei, dass man solidarisch zusammensteht, aufeinander achtet und einander hilft. So, und nur so käme man gut durch Krisenzeiten. Jetzt sind Sie in einige Herausforderungen gestellt. Die Corona-Krise hält uns alle in Atem und verändert unser Leben, auch das kirchliche, spürbar.. Als Pfarrei erleben Sie auch eine Krisensituation, die viele verunsichert und belastet. In Zeiten wie diesen ist es wohltuend und wichtig, dass Kirche ein Ort ist, in dem Menschen Halt und Kraft finden.

Als die Bistumsleitung in der vergangenen Woche mit der Bitte an mich herangetreten ist, ob ich bis Juli 2020 in ihrer Pfarrei die Administration übernehmen könnte, habe ich mich daher gerne bereiterklärt. Wenn ich gebraucht werde, bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wenn eine Nachbarpfarrei Unterstützung benötigt ist es für mich klar, dass wir solidarisch sind.

Seit Sommer 2018 bin ich Seelsorger in der Pfarrei Heilig Geist in Kaiserslautern, seit August 2019 auch als Leitender Pfarrer. Davor war ich 11 Jahre als Schulseelsorger und Religionslehrer tätig. Ich bin sehr froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe, wieder in die Pfarreiseelsorge zu gehen.

Ich hoffe, dass ich in den kommenden drei Monaten einen kleinen Beitrag leisten kann, dass Sie als Pfarrei gut in die Zukunft gehen können. Hierbei kann ich auf die Unterstützung vieler Menschen bauen: das Pastoralteam vor Ort, die Mitarbeiterinnen der Kitas, die Ratsmitglieder, viele weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Pfarrbüro und die Regionalverwaltung Kaiserslautern. Da ich ja weiterhin Pfarrer der Pfarrei Heilig Geist bin, besteht meine Aufgabe in erster Linie in der Betreuung von Verwaltung und Pfarrbüro und der Begleitung des Seelsorgeteams und der verschiedenen Räte. Ich bin nicht der neue Pfarrer, dieser kommt hoffentlich in ein paar Monaten. Ich verstehe mich als die Brücke in die Zukunft. In dieser Aufgabe und Verantwortung will ich im Rahmen meiner Möglichkeiten für Sie da sein.

Wie es mit der Feier der Gottesdienste weitergeht wird gerade besprochen und überlegt. Falls dies wieder in irgendeiner guten Form möglich sein wird, wird es hier auch sicher einmal eine Begegnung geben.

So wünsche ich Ihnen und uns allen, dass wir als Kirche zusammenstehen und einen guten Weg in die Zukunft finden. Dazu wird es wichtig sein, einander gut zuzuhören, verstehen zu lernen aber auch einander zu achten.

In diesen Tagen gingen mir immer wieder Worte aus dem Ersten Korintherbrief durch den Kopf. Einheit und Eintracht in der Kirche war schon immer eine Herausforderung – und war schon immer lebenswichtig:

„Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern. So aber gibt es viele Glieder und doch nur einen Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht. Der Kopf wiederum kann nicht zu den Füßen sagen: Ich brauche euch nicht. Im Gegenteil, gerade die schwächer scheinenden Glieder des Leibes sind unentbehrlich. Denen, die wir für weniger edel ansehen, erweisen wir umso mehr Ehre und unseren weniger anständigen Gliedern begegnen wir mit umso mehr Anstand, während die anständigen das nicht nötig haben. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem benachteiligten Glied umso mehr Ehre zukommen ließ, damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen. Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm.“

Ich wünsche Ihnen in diesen herausfordernden Zeiten alles Gute und Gottes Segen! Ich bin überzeugt, dass der Auferstandene auch zu uns kommt. Er wird immer wieder durch unsere manchmal verschlossenen Türen kommen, sie weit öffnen und uns seinen Frieden schenken.

Ihr Administrator
Pfr. Martin Olf

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