Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen

Freitag, 29. August 2025

Arbeitsmöglichkeiten und Integration fördern

Die zweite Jobbörse für Geflüchtete und Zugewanderte im HPH war mit über 1000 Besuchern ein voller Erfolg.

Über 1000 Besucher*innen, 30 Unternehmen, zahlreiche Workshops und viele gute Gespräche: Die zweite Jobmesse für Geflüchtete und Zugewanderte im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen war ein voller Erfolg. Gemeinsam mit IHK Pfalz, Jobcenter Vorderpfalz, VHS und der Abteilung Integration der Stadt Ludwigshafen hat das HPH am 28. August 2025 erneut einen Raum für Begegnung und Vernetzung geschaffen. Ziel war es, Fachkräftebedarf und Integrationschancen zusammenzubringen – und das ist eindrucksvoll gelungen.

Der Fachkräftemangel in Deutschland stellt eine der größten Herausforderungen für Unternehmen dar. Gleichzeitig sind in der Metropolregion Rhein-Neckar zahlreiche Geflüchtete und Zugewanderte angekommen, die hoch motiviert sind, in Deutschland eine Ausbildung zu absolvieren oder hier zu arbeiten. „Für die Unternehmen der Region ist die Jobmesse eine Chance, sich den arbeitssuchenden Geflüchteten zu präsentieren und ihnen eine Chance zur Integration zu geben. Wir veranstalten die Jobmesse, damit die Besucher*innen Unternehmen kennenlernen, sich vorstellen und ins Gespräch kommen können“, sagte Jeanette Müller, Geschäftsführerin des Jobcenters Vorderpfalz.

Das Konzept kam an – schon am Vormittag waren über 500 Besucher*innen vor Ort, am Ende zählten die Organisator*innen über 1000.

Starke Kooperation für den Arbeitsmarkt Rhein-Neckar

„Arbeit ist ein wesentlicher Faktor, um sich zugehörig zu fühlen. Integration findet an der Werkbank und der Kaffeemaschine statt“, sagte Stefanie Lenz von der IHK. Für Sozialdezernentin Beate Steeg ist die Jobmesse „eine besondere Form, um auf die geflüchteten Menschen zuzugehen“. Klar ist: „Wir brauchen Menschen für unsere Arbeitsstellen, wir wollen Fachkräfte gewinnen und wir wissen, dass wir Menschen qualifizieren müssen“, so Steeg.

Unternehmen suchen Fachkräfte – Geflüchtete suchen Chancen

Insgesamt präsentierten sich 30 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen – vom Handwerk über Pflege, Baugewerbe und Verwaltung bis hin zu Hotellerie. Sie boten Ausbildungsplätze und Arbeitsstellen an. Die Mitwirkenden kamen nicht nur aus Ludwigshafen, sondern auch aus der Region. Wie zum Beispiel Georg Kraushaar vom gleichnamigen Holzbauunternehmen in Neuhofen. „Für uns ist die Messe eine Chance. Wir müssen rausgehen, um gesehen zu werden“, sagte er. Von der Messe erhoffte er sich neue Azubis zum Zimmerer und Fachhelfer.

Zum ersten Mal dabei waren die Technik Museen Sinsheim Speyer „Wir haben rund 500 Mitarbeitende und können in vielen Bereichen Unterstützung gebrauchen“, sagte Personalreferent Gregor Flörchinger. So suchte er zum Beispiel Köche, Rezeptionsmitarbeiter, Servicekräfte und bot auch Ausbildungsplätze im Hotelbereich an. „Wir wollen Menschen eine Chance geben, damit sie ins Arbeitsleben hineinkommen“, sagte er. Natürlich sei auch der Fachkräftemangel für sein Haus ein Thema.

„Eine Ausbildung zu machen, einen Arbeitsplatz zu finden, ist ein wesentlicher Teil auf dem Weg zur Integration“, betonte Jana Sand vom HPH, die die Jobmesse mit organisiert hat. „Wir freuen uns, mit zahlreichen Kooperationspartnern und Unternehmen einen Raum für Begegnung und Vernetzung geschaffen zu haben“.

Positive Resonanz von Besucher*innen und Unternehmen

Ob die Messe zu konkreten Arbeits- oder Ausbildungsverträgen geführt hat, wird eine Auswertung in den kommenden Wochen zeigen. Schon jetzt steht jedoch fest: Die Rückmeldungen von Besucher*innen, Ausstellern und ehrenamtlichen „Brückenbauern“, die mit Übersetzungen unterstützten, waren durchweg positiv.

„Die Workshops waren sehr gut besucht und die Besucher*innen waren sehr zufrieden mit der Jobmesse. Es hat viele gute Gespräche gegeben“, resümierten die Organisatoren am Nachmittag. (ako)

Bilder: HPH

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