Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen

Freitag, 18. September 2020

Abschied aus Oggersheim

Nach zwölf Jahren in Ludwigshafen hat sich Pater Darek Bryk aus seiner Pfarrei Heiliger Franz von Assisi verabschiedet. Er wechselt nach Bayern.

Fast auf den Tag genau 12 Jahre nach seiner Einführung in Oggersheim verabschiedete sich Pater Darek Bryk aus seiner Pfarrei Heiliger Franz von Assisi. Eine große, feierliche Verabschiedung mit allen Pfarrangehörigen war wegen Corona nicht möglich. Daher nutzte Pater Darek über zwei Wochenenden in mehreren Gottesdiensten in Ruchheim und Oggersheim die Gelegenheit, den Mitgliedern der drei Gemeinden Ade zu sagen. In einer Sonntagsmesse in Christ König am 6. September wurden offizielle Abschiedsworte gesprochen.

Reich beschenkt durch Gott und die Menschen

Der Franziskaner-Minoritenpater ist nun seit 1. September Pfarrer und Klostervorsteher auf dem Bogenberg im Bistum Regensburg, mit einer Wallfahrtsstätte, die als älteste Marienwallfahrt ganz Bayerns gilt.Bryks neue Pfarrei zählt rund 1 000 Katholiken, unterscheidet sich also grundlegend von der seelsorgerischen Arbeit in Ludwigshafen. In jedem Fall, so der 56-jährige Ordensmann in seinen Abschiedsworten, war „die Zeit in Oggersheim und Ruchheim für mich sehr schön“. Durch Gott und die Menschen sei er reich beschenkt worden und habe viele neue Erfahrungen gesammelt. „Als ich 2008 nach Oggersheim gekommen bin, hat mir ein Mitbruder prophezeit: ,Du wirst hier zwölf Jahre bleiben!‘ Ich dachte mir damals, dies ist doch bestimmt zu lange. Und doch hat sich diese Prophezeiung haargenau erfüllt.“

Die Zeit des polnischen Ordensmannes im Bistum Speyer ist noch etwaslänger. 1995 zum Priester geweiht, kam er 2005 für drei Jahre als Wallfahrtsseelsorger ins saarpfälzische Blieskastel. Ab 2008 leitete Bryk zunächst die Pfarreiengemeinschaft von Christ König und St. Cyriakus, 2010 stieß die Gemeinde Maria Himmelfahrt mit der Kirche Heilige Familie dazu. 2011 wurde er zum Pfarrer ernannt, seit 2016 dann für die neue Großpfarrei.

Dank für Unterstützung

Bryk dankte mit herzlichen Worten allen, die ihn unterstützt haben, seine Pfarreien und Gemeinden zu leiten, zusammenzuführen und zusammenzuhalten. Vor allem ohne die Hilfe des Pastoralteams, des Pfarrbüros und der Vorstände der Pfarrgemeinderäte bzw. des Pfarrei- und
des Verwaltungsrates wäre ihm dies als Seelsorger nicht gelungen.

Mittler und Schlichter

Wie Birgit Bastian, die Vorsitzende des Pfarreirates Heiliger Franz von Assisi, in ihren Abschiedsworten in Christ König sagte, sei Verwaltung für Darek Bryk eher die „Pflicht“ gewesen, etwas das halt gemacht werden müsse. Die  „Kür“ für den Pater sei gewesen, zu evangelisieren und zu missionieren. „Sie haben es vermocht, Ihre Botschaften zu den Menschen zu bringen. Sie sind glaubwürdig, weil jeder spürt, dass Sie hinter dem stehen, was Sie sagen und tun.“ Auf dem Weg in die neue, große Pfarrei sei Darek Bryk als „Mittler“ und „Schlichter“ zu erleben gewesen. „Und gab es mal Meinungsverschiedenheiten, so waren Sie nie nachtragend.“ Die Pfarreiratsvorsitzende würdigte den Priester als sensiblen Menschen, der immer versuchte, ausgleichend zu agieren. „Unbequeme Entscheidungen, die eventuell verletzend wirken könnten, haben Sie nicht gerne getroffen.Keinem sollte ,Weh‘ getan werden. Ihr Wahlspruch: ,Immer im Vertrauen auf Gott die richtige Entscheidung treffen.‘“ Immer wieder habe der Priester dazu eingeladen, einander zu helfen und dazu beizutragen, einander die Lasten zu erleichtern.

Birgit Bastian würdigte auch die humorvolle Art des Ordensmannes, der mit einem verschmitzten Lächeln auch den menschlichen Schwächen – auch
den eigenen – begegnen konnte. Den Menschen sei Pater Darek stets offen begegnet. „Wir danken Ihnen für Ihre offene und herzliche Art, wir werden Sie vermissen.“

Die Grüße und Segenswünsche der protestantischen Kirchengemeinde Oggersheim übermittelte Ehrenpresbyterin Doris Joos. Für die Gemeinschaft Effatha sprach Thomas Walerowicz dem scheidenden Pfarrer seinen Dank aus. (pil)

Foto: M. Ribic

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