Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen

Freitag, 18. Februar 2022

Konvent der Dominikanerinnen verlässt St. Marienkrankenhaus

​​​​​​​Eine Ära ist zu Ende: Am Donnerstag, 10. Februar 2022, hat der Konvent der Dominikanerinnen das Schwesternhaus auf dem Gelände des St. Marienkrankenhauses in der Ludwigshafener Gartenstadt verlassen.

Die 16 Schwestern ziehen ins Mutterhaus nach Speyer. Das zunehmende Alter der Schwestern und die Renovierungsbedürftigkeit des Gebäudes haben diesen Schritt erforderlich gemacht.

„Das Mutterhaus des Instituts St. Dominikus in Speyer, Vincentiusstraße 4“ – Schwester Simone (75), die Oberin der Dominikanerinnen im St. Marienkrankenhaus, kennt die neue Adresse ihrer 15 Mitschwestern ganz genau. Ab 10. Februar werden sie dort leben. Der Abschied fällt den Schwestern nicht leicht, das ist im Gespräch mit dem PILGER deutlich zu spüren.

„Wir gehen mit zwei weinenden Augen“, sagt Schwester Simone. Schließlich war das Krankenhaus für viele Jahrzehnte die Heimat der Dominikanerinnen. Doch sei das Schwesternhaus nach 50 Jahren in die Jahre gekommen und stark renovierungsbedürftig. „Die Vernunft sagt, wir können nicht bleiben. Schließlich werden die Schwestern immer älter“, weiß Schwester Maria-Manuel (80). Für die Zukunft sei es wohl das Beste. ausgehalten. „Es war unser Zuhause“, ergänzt Schwester Dominga. Die 82-Jährige kam 1958 ans „Marien“. „Damals lebten die Schwestern noch in Schlafsälen im Turm des Krankenhauses“, erinnert sie sich.

Als dann 1972 der Umzug in das neu gebaute Schwesternhaus im hinteren Teil des Krankenhaus-Parks erfolgte, sei das ein großes Geschenk gewesen. Gab es in dem neunstöckigen Gebäude doch für jede der damals 112 Schwestern ein eigenes Zimmer mit Bad. „Helmut Kohl hat sich für den Neubau eingesetzt“, sagt Schwester Maria-Manuel. Gerne erinnern sich die drei Frauen an die gute Gemeinschaft und schöne Feste in den Gemeinschaftsräumen im neunten Stock, wozu auch die Familien der Schwestern eingeladen waren. Regelmäßig unternehmen sie Ausflüge mit dem Krankenhaus-Personal. Aber auch die würdigen Abschiede von verstorbenen Schwestern in der hauseigenen Kapelle sind ihnen in Erinnerung geblieben. „Die große Gemeinschaft hat getragen. Wir waren ein sehr offener Konvent“, blickt Schwester Maria Manuel zurück.

Überhaupt die Kapelle: Sie wurde 1975 eingeweiht und ist den Schwestern ans Herz gewachsen. Nur ungern nehmen sie von dem kleinen Gotteshaus, das am 25. Februar profaniert wird, Abschied. „Schließlich war es unser Schmuckkästchen“, sagt Schwester Dominga.

Die Geschichte des Marienkrankenhauses ist ohne die Schwestern nicht denkbar. Bei der Eröffnung des Hauses 1930 bewältigten die damals 30 Ordensschwestern den Krankenhausalltag fast allein, Ärzte kamen nur als Belegärzte ins Haus. „Wir haben damals geistig behinderte Menschen vom Annastift als Hilfskräfte angestellt“, berichtet Schwester Dominga: „Es war uns ein Anliegen, auch für diese Menschen da zu sein.“

Viele Jahre leitete Schwester Dominga die Verwaltung des Krankenhauses. Schwester Maria-Manuel war die Personalleiterin und Sr. Simone war für die chirurgische Intensivstation zuständig. Es sei sehr familiär gewesen, erinnern sich die drei, aber auch sehr fordernd. „Wir hatten Verantwortung für die Menschen“, betont Schwester Simone und jede habe ihre ganze Kraft in die Aufgabe hineingesteckt – und dies sehr gerne. „Es war unser Haus“, sind sie sich einig. „Man hat gewusst, für wen man es macht“, bringt es Schwester Dominga auf den Punkt.

Bevor nun am 10. Februar der Umzugswagen kommt, ist noch viel zu erledigen. Schließlich will das gesamte Haus geräumt werden. „Es ist ein Fass ohne Boden, überall steht etwas“, seufzt Schwester Maria-Manuel. Doch bei aller Traurigkeit und Wehmut haben die Schwestern einen kleinen Lichtblick: In Speyer werden sie in einem Neubau unterkommen, was in Punkto Wohnqualität eine deutliche Verbesserung darstellt. Außerdem werden sie weiterhin zusammenbleiben. Und die große Jesus-Figur aus der Kapelle wird an der Aufzugswand in Speyer ihren Platz finden und sie an die vielen Jahrzehnte im Marienkrankenhaus erinnern. (ako)

Diese Meldung und weitere Nachrichten von Dekanat Ludwigshafen
finden Sie auf folgender Internetseite: www.kath-dekanat-lu.de

Artikel teilen:

Treffer 1041 bis 12 von 12
Blieskastel
Pfarrei Hl. Franz von Assisi
26.03.16

UMFRAGE 2016

Ihre Wünsche und Anregungen sind uns wichtig! Die Fragebögen für Ihre Antworten,...
Blieskastel
Pfarrei Hl. Franz von Assisi
23.03.16

Einladung zur Mitfeier der Karwoche

Hiermit lädt unsere Pfarrei Hl. Franz von Assisi herzlich zur Mitfeier der Karwoche...
Bobenheim-Roxheim
Pfarrei Hl. Petrus
19.05.19

Stammestag dpsg 2019

am Sonntag, 19. Mai 2019 in Bobenheim
Bobenheim-Roxheim
Pfarrei Hl. Petrus
29.05.19

Eltern-Kind-Cafe geöffnet

am Mittwoch, 29. Mai 2019, 17:00 Uhr, Pfarrheim St. Antonius Bobenheim
Treffer 1041 bis 55 von 55
Treffer 1041 bis 80 von 80
Treffer 1041 bis 68 von 68
Treffer 1041 bis 53 von 53
Treffer 1041 bis 69 von 69
Treffer 1041 bis 51 von 51
Treffer 1041 bis 73 von 73
Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen
22.06.22

Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche...

Am Montag, 4. Juli, kommt Franziska Schutzbach ins Heinrich Pesch Haus und stellt...
Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen
15.06.22

"Ein sehr bescheidenes Barock"

Die Kirche St. Cyriakus in Ludwigshafen-Ruchheim wird 250 Jahre alt. Das feiert die...
Treffer 1041 bis 38 von 38
Maikammer
Pfarrei Maria, Mutter der Kirche
Maikammer
Pfarrei Maria, Mutter der Kirche
Treffer 1041 bis 66 von 66
Schifferstadt
Pfarrei Hl. Edith Stein
07.05.20

Gedenken: 75 Jahre Kriegsende

Die geplante Gedenkfeier der Stadt Schifferstadt und der anschließende ökumenische...
Schifferstadt
Pfarrei Hl. Edith Stein
05.05.20

auch weiterhin: Liveübertragungen/Streamen von...

kommenden Sonntag, 10.05.2020, 10.30 Uhr
Treffer 1041 bis 48 von 48
Treffer 1041 bis 107 von 107