Montag, 06. April 2026
Bericht: Da ging allen ein Licht auf!
Von dem Volk, das im Finstern weilte, handelte die erste Lesung der Christmette. Im bildlichen Sinne waren damit auch die Gläubigen gemeint, die sich in St. Georg zu nächtlicher Stunde zur Christmette versammelt hatten. Nur die Altarleuchter waren entzündet und warfen mit ihrem spärlichen Licht lange Schatten in die Apsis.
Ins vollbesetzte Haus zog zum Turmschlag um 22:00 Uhr Pfarrer Andreas Rubel hinter fünf Minis in das Kirchenschiff von St. Georg ein, um mit der versammelten Gemeinde die Geburt Jesu Christi zu feiern. Er trug dabei eine Laterne mit dem Friedenslicht aus Bethlehem, welches zwei Minis umgehend an den einzelnen Bankreihen anreichten.
Während die besagte Lesung des Propheten Jesája über „das Volk in der Finsternis“ verlesen wurde und die Stelle kam, an der eben diesem Volk dann „ein Licht erstrahle, das große Freude bringe“, ging hinter dem neugotischen Hochaltar in St. Georg auch ein rotes Licht auf, das sich bis zum Gloria stufenlos in gleißend weißes Licht verwandelte. Und die Anwesenden „freuten sich, wie man sich freut, wenn Beute verteilt wird.“ Wer hätte gedacht, dass der Prophet Jesája bereits im achten Jahrhundert vor Christus tatsächlich die Gemeinde St. Georg während der Christmette beschrieben hatte?
Nach dem Gloria wurde der Altar, das Vortragekreuz und auch die Krippe durch Pfarrer Andreas Rubel feierlich inzensiert. Alsdann eröffnete er mit dem Tagesgebet zur Heiligen Nacht die eigentliche Christmette, da der Beginn in Dunkelheit zuvor liturgisch eine kurze Vigilfeier war.
Kaum hatte der Weihrauch den Blick auf das Lektionar wieder freigegeben, wurden als Epistel der Titusbrief und das Evangelium nach Lukas vorgetragen, an das sich die Predigt und Credo anschlossen.
Nach der Gabenbereitung und Wandlung brachten die Minis den Friedensgruß als besonderes Weihnachtsgeschenk in alle Bänke der vollbesetzten Kirche, bevor zur Feier des Tages die Kommunion in beiden Gestalten von Leib und Blut Christi ausgeteilt wurde. Dankgebet und Vermeldungen durften natürlich auch nicht in der Christmette fehlen. Als sich der Altardienst zum großen Auszug präparierte, erlosch das elektrische Licht im Kirchenschiff wieder. Mit „Ite, missa est!“ erklang der Sendeauftrag an alle Gläubigen im vollbesetzten Kirchenschiff nach bereits etwa 1½ Stunden.
Herzlicher Dank gilt allen, die die Christmette mitgefeiert haben, den fünf Minis, Kommunionhelfer Harald Riede, Organist Robert Nitzschmann und natürlich in besonderem Maße Pfarrer Andreas Rubel für die einfühlsame und feierliche Christmette.
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