Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen

Freitag, 14. Juni 2024

Wenn aus bunten Tüchern ein Hoffnungssegel wird

Auf Einladung des Fördervereins Hospiz und Palliativ für Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis hat die Puppenspielerin Sonja Lennecke ein Figurentheaterstück über Trauer und Hoffnung aufgeführt.

„Über die Trauer hinaus“ heißt das Figurentheaterstück für Kinder und Erwachsene, das Puppenspielerin Sonja Lenneke am Donnerstag, 13. Juni 2024, im Fußgönheimer Schloss aufgeführt hat. Die anschließende Diskussion zeigte, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen – und dass und wie das Leben weitergehen kann.

Lautes Kinderlachen, dann läutet plötzlich eine Kirchenglocke. Auf die Bühne im abgedunkelten Saal des Fußgönheimer Schlosses tritt Puppenspielerin Sonja Lenneke, in ihren Armen eine offensichtliche tote Puppe. Liebevoll und sorgsam zugleich legt sie die in weiß gekleidete Puppe ab und das Figurentheaterstück rund um Tod und Trauer, um Abschied und Hoffnung beginnt. Ganz ohne Worte erzählt sie mit zwei Puppen, wie diese den Tod einer geliebten Person verkraften.

Es ist erstaunlich, welche tiefen Gefühle die beiden Puppen auszudrücken vermögen. Da sind Trauer, Verzweiflung, Einsamkeit, aber auch Wut und der Gedanke an Selbstmord. Mucksmäuschenstill ist es während der rund 45-minütigen Aufführung im Saal, so zieht die Aufführung die Zuschauer gleich welchen Alters in ihren Bann. „Ich mute Ihnen etwas zu“, wird die Schauspielerin nach der Aufführung mit Blick auf die kaum auszuhaltende Stille im Saal sagen.

Im weiteren Verlauf kommen vier große Figuren zu den beiden Trauernden. Sie schenken den Hinterbliebenen jeweils ein buntes Tüchlein, aus denen dann in der Schlussszene ein buntes Segel wird. Mit dessen Hilfe segeln die beiden dann über das Meer – ein Zeichen für Hoffnung auf ein gutes Weiterleben. Genau wie eine Schachtel für Erinnerungen. Lautes Kinderlachen ertönt, und damit endet das Figurentheaterstück.

Danach kommt Sonja Lenneke, die dieses Stück bereits seit zwölf Jahren aufführt, mit den Zuschauer*innen ins Gespräch. „Jeder sieht in dem Stück das, was er oder sie sehen kann. Die Geschichte holt jeden dort ab, wo er gerade steht“, sagt sie. So sei es für den Inhalt der Geschichte egal, ob es sich bei den beiden Trauernden um zwei Brüder, Großvater und Enkel oder Vater und Sohn handelt, auch die genaue Identität der Toten ist unerheblich. „Die Puppen bieten uns Hoffnungsbilder und Trauervorbilder“, fasst sie die Intention des Stücks zusammen. Es sei auch gut zu sehen, dass beide erst einmal für sich trauern und erst später gemeinsam trauern können.

Zum Figurentheaterstück eingeladen hatten der Förderverein Hospiz und Palliativ für die Stadt Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis und die Stiftung Hospizbegleitung im Rhein-Pfalz-Kreis „zu guter Letzt“ der Maxdorfer Ärztin Dr. Ulrike Frieß. „Das Figurentheaterstück ist eine Herzensangelegenheit für uns“, betonte sie bei ihrer Begrüßung. „Mit dem Figurentheater möchten wir ein Angebot machen, das die Bewältigung von Trauer auf spielerische Weise thematisiert und in die Gesellschaft trägt“, ergänzte Fördervereins-Vorsitzender Tobias Wrzesinski.(ako)

Bilder (Förderverein Hospiz/ako): Ausschnitte aus dem Puppentheater

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