Ludwigshafen
Dekanat Ludwigshafen

Dienstag, 15. April 2025

Ein starkes Zeichen der Solidarität in Ludwigshafen

Seit April 2020 sorgt die Initiative „Mahlze!t LU“ des Heinrich Pesch Hauses in Ludwigshafen dafür, dass Menschen in Not eine warme Mahlzeit bekommen – frisch gekocht, kostenlos und unbürokratisch.

Seitdem wurden so bereits über 75.000Essen ausgegeben. Möglich machen das zahlreiche Spender*innen sowie ein engagiertes Team von Ehrenamtlichen, die dafür sorgen, dass niemand hungrig gehen muss.

Aus einer Krisenhilfe wurde ein Dauerangebot

Am 6. April 2020 startete die Essensausgabe – zunächst als Krisenhilfe und Übergangslösung in der Pandemie. Denn viele andere Hilfsangebote in der Stadt waren während des ersten Corona-Lockdowns weggebrochen. Auch das Heinrich Pesch Haus und das Hotel mussten schließen.

„Als ein Gesicht der Kirche in Ludwigshafen wollten – nein, mussten – wir helfen, wenn Menschen in Not geraten und wir es irgendwie vermögen“, erinnert sich Tobias Zimmermann SJ, Direktor des HPH. So rief das Haus zusammen mit der Gesamtkirchengemeinde Ludwigshafen die Aktion „Mahlze!t LU“ ins Leben. „Wir waren selbst in der Krise“, sagt Tobias Zimmermann, „aber wir wussten um die vielen Freundinnen und Freunde und all die guten Menschen um uns, die Solidarität leben – ganz konkret und tatkräftig.“

15 Monate, bis Juli 2021, versorgte die Küche des Heinrich Pesch Hotels täglich bis zu 100 Menschen mit einem warmen Essen. Zeitweise wurde das Essen sogar an bedürftige Familien ausgefahren. Ab Oktober 2021 ging es dann mit wechselnden Öffnungszeiten weiter. Aktuell öffnet „Mahlze!t LU“ jeden Samstag seine Türen – und der Bedarf ist nach wie vor hoch.

Der Bedarf bleibt groß – die Schicksale dahinter berühren

„Unsere Gäste kommen teilweise von weit her, aus Mannheim oder der Vorderpfalz. Wer diesen Weg auf sich nimmt, braucht die Unterstützung dringend“, berichtet Tobias Zimmermann. Das Heinrich Pesch Haus steht in engem Austausch mit anderen Angeboten wie der Suppenküche oder der Tafel: „Wir verstehen uns als Ergänzung, nicht als Konkurrenz“, betont Zimmermann.

Senior*innen, Alleinerziehende, Familien und Geflüchtete nutzen die Essensausgabe. „Mich berühren besonders die älteren Menschen und Familien, die auf die Mahlzeit angewiesen sind“, sagt Barbara Guarjado Toro. Sie ist seit dem ersten Tag ehrenamtlich dabei und koordiniert das 14-köpfige Team der Ehrenamtlichen.

Für jeden Gast hat sie ein freundliches Wort und ein offenes Ohr.

Im Laufe der fünf Jahre sind so manche Beziehungen entstanden. Sie kennt die Menschen, ihre Geschichten und ihre Sorgen. „Viele unserer Gäste sind einsam. Für sie ist das Gespräch bei einer Tasse Tee manchmal fast wichtiger als das Essen“, weiß sie. „Wir, denen es gut geht, können uns kaum vorstellen, wenn man nicht einfach nach Hause ins Warme gehen kann. Das kann jedem von uns passieren“, sagt Barbara Guarjado Toro. Umso wichtiger sei es, dass es Angebote wie „Mahlze!t LU“ gebe. „Hier zählt nicht, ob jemand seine Bedürftigkeit nachweisen kann. Hier zählt der Mensch. Und das hat etwas mit Würde zu tun.“ Und die Gäste geben auch etwas zurück: „Ein älterer Mann malte ein Bild auf ein Blatt Papier, mit Schmetterlingen für die Mitarbeiter*innen der Ausgabe. Das hat uns sehr berührt. Es hängt nun in der Hütte“, berichten die Ehrenamtlichen Susanne Kettner-Berg und Stefan Berg.

Ein Ort gelebter Solidarität

„Mahlze!t LU“ ist zu 100 Prozent spendenfinanziert. Zahlreiche Menschen, Unternehmen, Service-Clubs, Vereine sowie das Bistum Speyer und der Jesuitenorden tragen das Projekt. „Ich bin tief berührt von der Unterstützung, die wir seit fünf Jahren erfahren“, so Tobias Zimmermann und hebt hervor: „Ohne unsere Ehrenamtlichen könnten wir das niemals stemmen.“

Und deren Engagement geht über die reine Essensausgabe hinaus – mehrmals im Jahr finden Geschenkebörsen statt, bei denen sich die „Mahlze!t LU“-Gäste Hygieneprodukte, Kleidung, Spielsachen und haltbare Lebensmittel aussuchen dürfen. Barbara Guarjado Toro erinnert sich besonders gern an eine Mutter, die dort Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder fand: „Ein bisschen Spielzeug, etwas Schokolade – und so lag doch noch etwas unter dem Baum. Die Freude in ihren Augen werde ich nie vergessen.“

Warum das HPH das tut

„In einer Stadt, in der viele Menschen mit sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen, möchten wir ein Zeichen setzen. Für uns im Heinrich Pesch Haus ist `Mahlze!t LU´ gelebtes Christentum – solidarisch, offen und zugewandt“, so Zimmermann.

Mehr Informationen unter www.heinrich-pesch-haus.de

Um „Mahlze!t LU“ weiterführen zu können, werden weitere Spenden benötigt.

Spendenkonto:

Heinrich Pesch Haus Bildungszentrum Ludwigshafen e.V.
IBAN: DE96 7509 0300 0000 0560 14 (Liga Bank Speyer)
Spendenzweck: Mahlzeit LU

Bilder: HPH/ako

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