Dom

Dienstag, 23. Dezember 2025

Festlicher Jahresauftakt im Kaiserdom: Posaunenglanz und Orgelpracht zum Neujahrstag

Dom mit Feuerwerk © Domkapitel Speyer, Foto: Joachim Weller

Das Neue Mannheimer Posaunenquartett © Foto: Das Neue Mannheimer Posaunenquartett

Domorganist Markus Eichenlaub © Foto: Georg Knoll

Konzert mit Domorganist Markus Eichenlaub und dem Neuen Mannheimer Posaunenquartett

Speyer. Mit einer Mischung aus barocker Pracht, romantischer Innigkeit und weihnachtlicher Vorfreude begrüßt der Speyerer Dom das Jahr 2026. Das traditionelle Neujahrskonzert am 1. Januar 2026 um 15 Uhr verspricht unter der Überschrift „Glanz und Gloria“ ein außergewöhnliches Klangerlebnis zum Auftakt des neuen Jahres. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel des renommierten Neuen Mannheim Posaunenquartetts mit dem Speyerer Domorganisten Markus Eichenlaub.

Gemeinsam eröffnen sie das Jahr mit Daniel Speers festlicher „Sonata“ für vier Posaunen und Orgel. Neben Johann Sebastian Bachs virtuosem „Präludium und Fuge As-Dur“ und Joseph Haydns triumphaler Hymne „Vollendet ist das große Werk“ aus der „Schöpfung erwartet die Besucherinnen und Besucher eine musikalische Reise quer durch Europa. Das aus zwei Frauen und zwei Männern bestehende Neue Mannheimer Posaunenquartett präsentiert geistliche Lieder aus Italien, Spanien und Polen sowie ein mitreißendes afroamerikanisches Spiritual. Domorganist Markus Eichenlaub gestaltet das Neujahrskonzert mit solistischen Orgelwerken von Johann Sebastian Bach, Percy Whitlock und Guy Weitz.

Die Auswahl der Werke setzt auf die beeindruckende Akustik des Doms und präsentieren unter anderem doppelchörige Werke, in denen die vier Posaunen und die Orgel in einen prächtigen Dialog treten. Die ausführenden Musikerinnen und Musiker richten ihren Blick mit einer „Carol Suite“ auch auf das nahende Dreikönigsfest. Den krönenden Abschluss bildet Michael Praetorius’ „In dulci jubilo“ mit dem die Musikerinnen und Musiker das Publikum klangvoll in die erste Woche des neuen Jahres geleiten.

Tickets zu 20,- € (ermäßigt 10,- € für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte) sind ab 14 Uhr an der Tageskasse oder im Vorverkauf in der Dom-Info sowie bei www.reservix.de erhältlich. Für das Konzert gilt freie Platzwahl. Da der Dom nicht beheizt werden kann, wird das Tragen warmer Kleidung oder das Mitbringen von Decken empfohlen.

 

Hintergrundinformationen zu den Musizierenden

Das Neue Mannheimer Posaunenquartett

Das Neues Mannheimer Posaunenquartett wurde 1997 von ehemaligen Studenten der Mannheimer Musikhochschule gegründet. Die Posaunistin Maria Mertes erhielt ihre Ausbildung an den Musikhochschulen in Essen, Oslo und Stuttgart und sammelte umfangreiche Orchestererfahrung unter anderem als stellvertretende Soloposaunistin im Philharmonischen Orchester Heidelberg, während sie sich zugleich intensiv der Kammermusik widmet. Johanna Pschorr, die ihr Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss, ist seit der Spielzeit 2017/18 stellvertretende Soloposaunistin am Nationaltheater Mannheim und darüber hinaus als Dozentin und Jurymitglied national und international tätig. Internationale Konzerttätigkeit kennzeichnet auch den Werdegang des aus Kattowitz stammenden Bassposaunisten Marek Janicki, der seit 2001 festes Mitglied des Philharmonischen Orchesters Heidelberg ist. Ergänzt wird das Ensemble durch Frank Szathmáry-Filipitsch, seit 2004 stellvertretender Soloposaunist im SWR-Sinfonieorchester Stuttgart, engagierter Hochschulpädagoge und langjähriges Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele.

Neben ihren beruflichen Aufgaben in verschiedenen Klangkörpern der Rhein-Neckar Region bestand das Bedürfnis, sich neben Opernaufführungen und den Auftritten in Sinfoniekonzerten weiterhin intensiv und mit Freude der Kammermusik zu widmen. Die Liebe zu ihrem Instrument und Aufgeschlossenheit neue Wege zu gehen, inspirierten zeitgenössischen Komponisten, Werke für diese Besetzung zu schreiben. Heute ist die Zusammensetzung des Blechbläserensembles sehr flexibel. Einige Gründungsmitglieder sind mittlerweile selbst Lehrende an deutschen Musikhochschulen geworden und seit vielen Jahren im Orchester der Bayreuther Festspiele tätig. In ihren Programmen zeigen die Musiker die wunderbare Vielseitigkeit und beeindruckende Wandlungsfähigkeit der Posaune. Musikalische Bögen werden gerne von der Renaissance bis hin zur Moderne gespannt, wobei Musik der Alten Meister auf Nachbildungen originaler Instrumente ausgeführt werden. Der außergewöhnlich homogene Klang und die beeindruckende dynamische Bandbreite sind ein Markenzeichen des Quartetts geworden.

 

Domorganist Markus Eichenlaub

Markus Eichenlaub ist seit 2010 als Domorganist am Speyerer Kaiser- und Mariendom für die gesamte liturgische wie konzertante Orgelmusik verantwortlich.

An den Musikhochschulen in Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart studierte er Kirchenmusik und Orgel (Konzertexamen). Sein Wissen gab er als ordentlicher Professor für Orgelliteratur und Liturgisches Orgelspiel von 2000-2010 an Studierende der Essener Folkwang Universität weiter. Weitere Professurvertretungen und Lehraufträge führten in nach Heidelberg, Mainz und Saarbrücken.

Die Aufführung des vollständigen Orgelwerks von Johann Sebastian Bach im Jahr 2000 fällt in die Zeit seiner Tätigkeit als Limburger Domorganist (1998-2010). Nach der zyklischen Aufführung der zehn Orgelsymphonien von Charles-Marie Widor (2012) im Speyerer Dom folgte 2022 an gleicher Stelle die Aufführung der großen Orgelwerke von César Franck. Im Jahr 2024 zeichnete er sich als Projektleiter für die in den rheinland-pfälzischen Kultursommer eingebetteten „Kathedralklänge“ verantwortlich, in deren Rahmen sämtliche Bruckner-Sinfonien in Orgelfassungen in den Domkirchen von Speyer, Trier und Mainz zu hören waren.

Neben seiner regen solistischen internationalen Konzerttätigkeit musiziert er als Kammermusiker regelmäßig mit Klaus Mertens (Bariton), Julia Kleiter (Sopran), Hannah Schlubeck (Panflöte) u.a. zusammen. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen und Preisen bei internationalen Wettbewerben (Literatur und Improvisation) ragt der 1. Preis beim „Internationalen Schnitger-Wettbewerb“ im niederländischen Alkmaar hervor, der zu einem der wichtigsten Orgelwettbewerbe für historische Aufführungspraxis zählt. Bei der Besetzung von bedeutenden Kirchenmusikerstellen ist er als Kommissionsmitglied ebenso gefragt wie als Juror bei Orgelwettbewerben im In- und Ausland. Sein künstlerisches Schaffen und seine Repertoirevielfalt spiegeln sich nicht zuletzt in einer umfangreichen Diskographie wider.

 

Neujahr, 1. Januar 2026,15 Uhr

Glanz und Gloria

Festliches Neujahrskonzert zur Begrüßung des neuen Jahres

Neues Mannheimer Posaunenquartett:

Marek Janicki, Maria Mertes,

Johanna Pschorr & Frank Szathmary-Filipitsch

Markus Eichenlaub, Orgel

 

Diese Meldung und weitere Nachrichten des Bistums wurde veröffentlicht auf der Internetseite www.dom-zu-speyer.de

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