Silbermöwe

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Unterwegs für Waisenhaus in Uganda

42. Ökumenischer Hungermarsch Böhl-Iggelheim

Start zum inzwischen 42. Ökumenischen Hingermarsches in Böhl-Iggelheim. Der Erlös geht nach Uganda. Foto: Reinhold Saur

Seit 42 Jahren startet am zweiten Sonntag im Oktober traditionell der ökumenische Hungermarsch Böhl-Iggelheim, um als moderner Erntedank Solidarität zu beweisen und „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Menschen in notleidenden Ländern zu „erwandern“.

Jahresprojekt ist dieses Mal „Ein Haus für Geborgenheit“ in Moyo/Uganda. Mit dem Erlös des Hungermarsches soll ein wetterunabhängiges Lern- und Spielzentrum für Kleinkinder im Baby-Waisenhaus errichtet werden. Initiiert worden ist das Projekt durch das Ehepaar Elke und Michael Kopf, die über ein Schulpatenschaftsprojekt der Pfarrei Heilig Clara von Assisi Uganda besuchten und die Problematik im Baby-Waisenhaus erkannten. Wetterbedingt sind die Bewegungs- und Spielmöglichkeiten der dort untergebrachten 60 Kinder im Alter zwischen null und fünf Jahren stark eingeschränkt, da sie wegen extremer Hitze oder starkem Regen gezwungen sind, sich im Gebäude aufzuhalten. Dafür stehen außer den Schlafräumen keine geeigneten Räume zur Verfügung, deren Bau der Hungermarsch nun ermöglichen soll.

Bevor die ersten Wanderer an den Start gingen, gab es die traditionelle Andacht, die in diesem Jahr von Diakon Hartmut von Ehr von der Pfarrei Heilige Clara von Assisi gehalten wurde. Nach dem Segen erfolgte dann der offizielle Startschuss. Gleich zu Beginn starteten bereits einhundert Personen aller Altersgruppen am Naturfreundehaus Iggelheim, und bis 12 Uhr machten sich noch etliche weitere Wanderer nicht nur aus Böhl-Iggelheim, sondern auch aus umliegenden Gemeinden auf den Weg.  Insgesamt zählten die Organisatoren rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Teilnehmer mussten sich in diesem Jahr auf einige Neuerungen einstellen. Die 20 Kilometer-Strecke gibt es nicht mehr, da immer weniger Teilnehmer diese gelaufen wären, wie Bernd Kiefer vom Hungermarschteam erklärt. Dafür gab es eine Zehn-Kilometer-Strecke und eine als „Familienereignis“ bezeichnete Fünf-Kilometer-Strecke. Außerdem wurden in diesem Jahr erstmals Laufkarten mit Motiv und zusätzlichen Informationen kreiert. Abschafft worden sei auch die Kilometerspende, weil die Teilnehmer in den letzten Jahren zunehmend pauschale Spenden für ihren Weg eingeworben hätten.

Neben den Spenden sammelnden Wanderern gibt es immer viele Unterstützungsaktionen im Umfeld des Hungermarsches: Schulaktionen, Gemüseverkäufe und Sonderveranstaltungen von Vereinen, Gruppen und Kirchengemeinden. Zu dem Erfolg tragen sicher auch die 60 bis 70 Informationsveranstaltungen zur Projektvorstellung im Vorfeld des Hungermarsches in Kirchen, Gruppen und Schulen bei. (acl)

Spenden für das Hungermarschprojekt können noch auf das Sondenkonto: „Hungermarsch 2017“
Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG

IBAN: DE 80 5479 0000 0001 3515 16
BIC: GENODE61SPE
eingezahlt werden.
Weitere Informationen zum Hungermarsch unter
www.hungermarsch-boehl-iggelheim.de

 

 

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