Silbermöwe

Dienstag, 07. April 2020

Für Kinder in Kenia

Maristenbruder Andreas Krupp zu Gast in Schönenberg-Kübelberg

Maristenbruder Andreas Krupp berichtete in Schönenberg-Kübelberg über die Situation in Kenia. Foto: GÖD

Noch vor den Einschränkungen infolge der Ausbreitung des Corona-Virus war anlässlich eines „Fastenessens“ im Haus St. Valentin in Schönenberg-Kübelberg Maristenbruder Andreas Krupp bei der Pfarrei Heiliger St. Christophorus zu Gast.

Nach der Heiligen Messe mit Pfarrer Michael Kapolka und Pfarrer Dr. Robert Maszkowski war das Gemeindehaus voll besetzt, um bei der Präsentation von Bruder Krupp dabei zu sein, der in Schönenberg-Kübelberg seine Wurzeln hat.  
Er informierte über Projekte und Arbeit der Maristenbrüder in Kenia. Bruder Krupp war von 1984 bis 2017 selbst dort tätig; maßgeblich war er an dem Bau von Schulen und Brunnen beteiligt. So sind vier Niederlassungen des Ordens am Viktoriasee in Kenia entstanden. Seit drei Jahren lebt er mit 15 Maristenbrüdern in der Ordensgemeinschaft in Furth bei Landshut. 

Bruder Krupp und seine Mitbrüder begannen die Missionsarbeit unter den ärmlichsten Bedingungen. Aber bereits 1985 konnte eine vierstufige Sekundarschule mit Internat in Roo eingeweiht werden. Bald war auch der erste Brunnen gebaut, und 1987 wurde ein Gesundheitszentrum eröffnet. Es folgten wenig später 250 Hüttenbauten für Witwen und ihre Kinder. Das Wassser des nahen Sees ermöglicht ihnen den Anbau von Gemüse und anderen Früchten.

Zuletzt entstand eine neue, aus Steinen gebaute Schule – wichtig, weil das Gebiet der großen Seen in Ostafrika erdbebengefährdet ist. Eindrückliche Bilder zeigten die Arbeit der Missionare, denen vor allem die Bildungs- und Entwicklungsarbeit am Herzen liegt. Inzwischen werden auch die Brunnen elektrisch betrieben.

In der Schule der Maristenbrüder sind 480 Schüler untergebracht – wo sie ab der Volksschule (acht Jahre) bis zur weiterführenden Schule (vier Jahre) gefördert werden und danach an einer Hochschule (vier Jahre)  studieren können. Erfreulich ist nach den Worten von Bruder Andreas, dass auch die Möglichkeit von freiwilligen Diensten in den Einrichtungen genutzt wird. In den letzten Jahren fand auch das Fundraising Beachtung, um Schulen auszubauen. Eine Tiefbohrung fördert Trinkwasser aus 200 Metern Tiefe für die Schule.  Bei der Schule wurde auch ein Gästehaus für Besucher gebaut. Eine Frauengruppe mit Namen „St. Monica“ besteht seit 1988 und sorgt mit einer Mühle für eigenes Einkommen. 

Krupp dankte den Geschwistern für die Unterstützung und besonders auch den Sternsingern der Pfarrei. Über die Jahre konnten 230 000 Euro für das Schulgeld der Kinder bereitgestellt werden. Für das Gesundheitszentrum, das von drei Schwestern geführt wird, wurden 60 000 Euro verwendet und für das Mühlenprojekt zur Selbstversorgung 50 000 Euro. Allen Spendern – aus Sternsingen, Hungermärschen –, allen Privatspendern und Sponsoren zollte Bruder Krupp seinen Dank. Pfarrer Kapolka bemerkte in seinen Dankesworten, dass in der Zwischenzeit mit Bruder Krupp in der Pfarrei eine fast familiäre Beziehung besteht. (GÖD)

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