Silbermöwe

Mittwoch, 13. Februar 2019

„Stifte machen Mädchen stark“

Mitmachaktion des Weltgebetstags der Frauen unterstützt Kinder im Libanon

Flüchtlingsfamilien aus Syrien in einem Lager im Libanon. Nur selten haben die Kinder Gelegenheit, eine Schule zu besuchen. Deshalb ist die Unterstützung aus dem Weltgebetstag der Frauen so wichtig. Foto: actionpress

Am 1. März wird wieder der Weltgebetstag der Frauen begangen. Für die Organisatoren ist das Anlass, auf die Mitmachaktion beim Weltgebetstag 2018 zurückzublicken. Mit mehr als  23 Tonnen recycelter Stifte konnten Flüchtlingskinder im Libanon unterstützt werden.
 
„Über 23 Tonnen Stifte wurden eingesandt. Das entspricht dem unglaublichen Gewicht von etwa 20 Kleinwagen“, berichtet Irene Tokarski stolz. „Wir danken allen, die diese Mitmach-Aktion zu einem solchen Überraschungserfolg gemacht haben“, so die Geschäftsführerin des Deutschen Weltgebetstagskomitees. Im Vorfeld des Weltgebetstags 2018 hatte das deutsche Komitee der ökumenischen Frauenbewegung die ungewöhnliche Recycling-Aktion ins Leben gerufen. Vom Allgäu bis nach Helsinki sammelten tausende Ehrenamtliche leere Plastikstifte. Für jeden Stift gab es einen Cent – mit diesem Geld unterstützt der Weltgebetstag syrische Flüchtlingskinder im Libanon.


Bundesweit und auch im Ausland haben sich über 2 500 Sammelstellen an der Aktion beteiligt, die nun zum 31. Januar erfolgreich beendet wurde. In Kirchengemeinden, Schulen und Kindergärten, Behörden und Ämtern, Weltläden, Supermärkten und Geschäften, kirchlichen Stellen, Arztpraxen, Unternehmen, Hochschulen, Bibliotheken und sogar bei der Polizei wurden leere Stifte für „Stifte machen Mädchen stard“ abgegeben.
Vor Ort kam die Aktion, die Mädchenbildung und Umweltschutz verbindet, gut an. In vielen Gemeinden wurden zusätzliche Spenden gesammelt. So veranstaltete eine Grundschule in Wolfratshausen in Bayern einen Spendenlauf, eine Abschlussklasse aus Buchholz in der Nordheide spendete die Kollekte ihres Abitur-Gottesdienstes und Frauen aus dem Bistum Osnabrück riefen einen Wettbewerb aus.


Dank dieser zusätzlichen Spenden und den mehr als 23 000 Kilogramm eingesandter Stifte konnte die Projektsumme von 33 000 Euro für syrische Flüchtlingskinder im Libanon erreicht werden. Dort unterstützt der Weltgebetstag die Arbeit seiner Partnerorganisation „Beit el-Nour“ („Haus des Lichts und der Hoffnung“). Seit Kriegsbeginn in Syrien sind über eine Million Menschen ins Nachbarland Libanon geflohen. Viele Kinder gehen seit Jahren nicht mehr zur Schule. Aus Perspektivlosigkeit und wirtschaftlicher Not verheiraten immer mehr Eltern ihre oft noch minderjährigen Töchter. Mit Unterricht und Therapie gibt das Team von „Beit el-Nour“ 200 Mädchen in zwei Flüchtlingslagern wieder Hoffnung. „Die Zahl früh zwangsverheirateter Mädchen nimmt erschreckend zu“, berichten die Mitarbeitenden von „Beit el-Nour“, „um dagegen zu kämpfen, hilft es, wenn viele Mädchen den Schul-Unterricht besuchen können.“
Sollten über den 31. Januar noch Spenden für die Aktion „Stifte machen Mädchen stark“ eingehen, werden damit die weiteren Bildungsprojekte des Deutschen Weltgebetstagskomitees unterstützt. In Europas größter Roma-Siedlung nahe der mazedonischen Hauptstadt Skopje beispielsweise wird ein Projekt gefördert, das jungen Frauen Schulbesuch und Ausbildung ermöglicht. (zg)

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