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Silbermöwe

Mittwoch, 20. Januar 2021

Überwältigende Hilfe

Renovabis: Mehr als eine Million Euro Corona-Spenden

Ein Projekt, das Renovabis unterstützt, ist die Obdachlosenhilfe von Sant‘ Egidio in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dort erhalten Betroffene in den Wintermonaten bei eisigen Temperaturen Lebensmittel und warme Decken. (Foto: Sant‘ Egidio)

Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis dankt seinen Spenderinnen und Spendern für ihre überwältigende Hilfsbereitschaft im vergangenen Jahr.
Zwar musste die Solidaritätsaktion bei den Kollektenergebnissen einen deutlichen Einbruch von rund einem Drittel im Vorjahresvergleich verzeichnen. Dies war hauptsächlich eine Folge des nur eingeschränkt möglichen Kirchenbesuchs am Pfingstsonntag.
Doch bei den Kontospenden gab es erfreulicherweise einen Zuwachs: Knapp 2,3 Millionen Euro mehr als 2019 wurden Renovabis anvertraut – Geld, das gerade in diesen Krisenzeiten in den Partner-Ländern im Osten Europas dringend benötigt wird, wo man ungleich härter als hier unter der Pandemie leidet. Insgesamt konnten 2020 allein 1,1 Millionen Euro Corona-Direkthilfen bewilligt werden. Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl zeigte sich tief beeindruckt von so viel Solidarität und Menschlichkeit. Und er äußert „die dringende Bitte, Renovabis weiter zu unterstützen. Denn die Menschen in Mittel- und Osteuropa brauchen unsere Solidarität auch weiterhin“.
Bei den Kirchenkollekten musste Renovabis ein Minus zum Vorjahr von knapp 1,4 Millionen Euro verbuchen – ein Rückgang, der zu erwarten war, weil unter Corona-Bedingungen weniger Menschen an den Gottesdiensten teilnehmen konnten. Doch im Gegenzug nahmen die Kontospenden um 35,4 Prozent im Vergleich zu 2019 zu.
Dank dieser Spenden konnte Renovabis seine Partner in 18 mittel-, ost- und südosteuropäi- schen Ländern bei 56 Corona-bezogenen Hilfsprojekten mit einer Gesamtsumme von 1,1 Millionen Euro unterstützen. Dazu gehörten vor allem Soforthilfen zur Versorgung von Bedürftigen mit Lebensmitteln oder der Kauf von Schutzausrüstungen. Zu den unterstützten Partnern zählten die Obdachlosenhilfe von Sant‘ Egidio in der ukrainischen Hauptstadt Kiew genauso wie die Caritas Armenien und die Caritas Rumänien mit Lebensmittelhilfen für besonders bedürftige Familien oder Bischof Dodë Gjergji aus Prizren-Pristina im Kosovo: Letzterer konnte auf diese Weise dringend benötigte Medikamente sowie Desinfektions- und Schutzartikel an die 25 Pfarreien im Land verteilen, nachdem im Frühjahr viele Landsleute wegen des Lockdowns aus ihren Arbeitsorten in Westeuropa zurückgekehrt waren.

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