Silbermöwe

Donnerstag, 11. Januar 2018

Ein Herz voller Liebe für die Kinder

Pater Franklin Rodrigues konnte in Indien sein Goldenes Priesterjubiläum feiern

Pater Franklin mit einer Gruppe von leprakranken Frauen. Foto: Rönn

Am 22. Dezember konnte Pater Franklin Rodrigues in Indien sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. In der Südpfalz ist er kein Unbekannter, denn er kommt in regelmäßigen Abständen hierher, um beim Hungermarsch der Indienhilfe im Bienwald dabei zu sein, um in Gottesdiensten den Gemeinden seine Dankbarkeit zu zeigen, um in Schulen und Gemeindesälen seine Arbeit mit Waisenkindern, Jugendlichen, Kranken und Obdachlosen in Bhopal und Kalkutta zu schildern. Und um Hilfe zu bitten.

In seinem traditionellen Weihnachtsbrief schreibt der Missionar und Ordensmann: „Ich bin sehr dankbar, dass Gottes Barmherzigkeit mit mir war. Ich konnte und durfte Tausenden von armen Kinder helfen. Durch Eure Unterstü̈tzung ist fü̈r so viele Menschen hier in Indien das Leben besser geworden. Ich bin Euch sehr dankbar, meine lieben Freunde. Ihr habt mein Herz und meine Hände gefü̈llt zum Segen für Tausende armer indischer Menschen und Kinder.“

Beim silbernen Priesterjubiläum war ihm die Feier zusammen mit Priestern seines Jahrgangs in der Zentrale seines Ordens in Goa versagt, weil er Bhopal wegen Unruhen zwischen Hindus und Moslems nicht verlassen konnte. Fast zwanzig Jahre wirkte Pater Franklin als  Missionar in Nagar Haveli, mittlerweile ist er jetzt 31 Jahre in Bhopal tätig. Goldene Jahre seien das gewesen, denn der Gott habe ihm ein halbes Jahrhundert lang die Chance gegeben, den Ärmsten der Armen Menschlichkeit zu schenken. Obwohl es immer wieder Probleme und Schwierigkeiten auf seinem priesterlichen Weg gegeben habe, sei seine Arbeit erfolgreich gewesen, so Pater Franklin. Dafür müsse er sich vor allem auch bei Ilona Kerth aus Bad Bergzabern bedanken, fügt er hinzu.  Im Jahr 1973 hatte Ilona Kerth die Indienhilfe gestartet, um hungernden Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Angestoßen wurde die Indienhilfe vom Elend der Adivasi Kinder in Nagar Haveli, die damals von Pater Franklin Rodrigues 200 Kilometer von Bombay betreut wurden. Die Sorge um Kinder und Jugendliche bildet auch einen wichtigen Teil seiner Arbeit in Bhopal, zahlreiche Einrichtungen im sozialen und schulischen Bereich hat er ins Leben gerufen.

Mittlerweile gibt es weitere Indienhilfe-Organisationen in Deutschland, die Pater Franklins Arbeit finanziell und ideell fördern, zum Beispiel die Indienhilfe im Bistum Osnabrück und die Indienhilfe Obere Nahe. Vielen Not leidenden Menschen kann so – auch in Kalkutta – jeden Tag eine warme Mahlzeit gegeben werden, Hunderte von kranken Menschen, die von Tuberkulose, Malaria und Lepra betroffen sind, haben medizinische Hilfe bekommen, Zehntausende von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten eine Schule besuchen oder eine Berufsausbildung abschließen.  Aus Franklins Briefen spricht auch die Hoffnung, dass es weitergeht in der Arbeit in Bhopal und in Kalkutta. Der Ordensmann ist jetzt 77 Jahre alt. Einen Nachfolger hat er zwar schon gefunden; trotzdem wolle er „weitermachen bis zum letzten Atemzug“. Dann sei es Aufgabe seines Nachfolgers und seiner Ordensgemeinschaft, der Pilarfathers, das Begonnene fortzusetzen. (red)

Das Fröhliche Kunterbunt in Bad Bergzabern, das die Indienhilfe seit 1975 unterstützt, gratuliert dem Jubilar und wünscht ihm noch viele segensreiche Jahre.

Spendenkonten:
Arbeitskreis Fröhliches Kunterbunt e.V.,
Stichwort „Pater Franklin“,
Sparkasse SÜW  
IBAN DE18 5485 0010 0026 0038 89    
VR Bank SÜW    
IBAN DE11 5489 1300 0000 5005 00
Info/Kontakt: Telefon: 06343/2266,
www.fkb-bza.de,
info@fkb-bza.de

 

 

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