Silbermöwe

Mittwoch, 12. Februar 2020

Im Namen der Mission

Zwei indische Patres sind Gast in der Pfalz – Besuche mit langer Tradition

Nach Waldmohr hat Pater Franklin nicht nur die Gitarre mitgebracht, sondern auch seinen möglichen Nachfolger Pater Agnel Bhoya (rechts). (Foto: Göddel)

Die beiden indischen Patres Franklin Rodrigues und Agnel Bhoya sind derzeit in der Pfalz zu Gast. Eine Station war die Pfarrei St. Christophorus in Schönenberg-Kübelberg.

Die Ordensmänner besuchten die Sternsinger in Waldmohr und dankten für die gesammelten Spenden in Höhe von über 8 000 Euro. Sie sollen der Indienhilfe zugute kommenn, die von Pater Franklin mitgeleitet wird. Der Kontakt zu den Katholiken in Waldmohr besteht über die kfd  schon mehr als 30 Jahre.  
Nach der Heiligen Messe stellte der Pater im Georgshaus per Videopräsentation die aktuelle Arbeit in Indien vor und informierte über die Handhabung der Spenden. Pater Franklin wird im nächsten Monat 80 Jahre alt. Sein Nachfolger soll Pater Agnel Bhoya werden. Ihn habe er als einjährigen Jungen im Kinderheim aufgenommen und ihm eine schulische und Berufsausbildung ermöglicht.  
Die Mission in Indien hat Pater Franklin mit 19 Jahren begonnen und ist seitdem dort für die Armen und Kranken aktiv. In der Station sind neun verschiedene Orden mit Brüdern und Ordensschwestern vertreten. 1975 begann die Zusammenarbeit mit der „Indienhilfe“. In Kindergärten, Waisenhaus, Schulen und Ausbildung werden derzeit
3 000 Kinder und Jugendliche betreut. 400 Mädchen und ebenso viele Jungs erhalten neben der Schule im Waisenhaus gute medizinische Betreuung. Für die Jungs wurde eine Fußballmannschaft gegründet. Eine Nähschule für 40 Mädchen ist begehrt, bietet sie doch eine Arbeitsgrundlage für die Zukunft. Auf dem Gelände wird auch Weizen und Gemüse angepflanzt. Leider fehle es an Wasser, so der Pater. Angesichts der großen Armut in Indien dankte er allen Spendern für die Unterstützung bei den vielfältigen Aufgaben zum Wohle der Armen und Kranken. Pfarrer Otto Kiel aus Breitenbach dankte den Patern für den Bericht und ihre wertvolle Arbeit. „Dies ist ein sichtbares Zeichen von der großen Dimension der Weltkirche.“ Die beiden Patres sind noch bis Ende März in Deutschland und nehmen auch an den Hungermärschen teil, unter anderem am Hagenbacher Hungermarsch (22. März, ab 9 Uhr).

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