Silbermöwe

Donnerstag, 09. Juni 2011

Kleine Diözese mit vielen Aufgaben

Bischof Kympat wurde im Bistum Speyer herzlich empfangen. Die Kontakte gehen auf das Jahr 1988 zurück, als er in Ramstein und Landstuhl als junger Priester Urlaubsvertretungen übernommen hatte. Foto: Privat

Bischof Kympat wurde im Bistum Speyer herzlich empfangen. Die Kontakte gehen auf das Jahr 1988 zurück, als er in Ramstein und Landstuhl als junger Priester Urlaubsvertretungen übernommen hatte.

Im Mai besuchte der indische Bischof Vincent Kympat für einige Tage die Diözese Speyer. Seit seiner mehrwöchigen Urlaubsvertretung 1988 im Pfarrverband Ramstein und Landstuhl besteht eine dauerhafte Verbindung durch Vincent Kympat nach Nordost-Indien, in die Erzdiözese Shillong. 2006 wurde Kympat zum Bischof der neu gegründeten Diözese Jowai ernannt, einem Teilgebiet der Erzdiözese; er besuchte damals schon nach einem Aufenthalt in Rom die Diözese Speyer und wiederholte dieses Jahr seinen Besuch im Anschluss an den Ad-limina-Besuch der indischen Bischöfe in Rom. Dabei traf er auch mit Weihbischof Otto Georgens zusammen, dem Bischofsvikar für Weltkirchliche Aufgaben. Auf dem Programm stand auch ein Besuch des Grabes von Paul-Josef Nardini in Pirmasens.

Bischof Kympat ist verantwortlich für 77000 Katholiken in einem von 400000 Menschen bevölkerten Gebiet in der Provinz Meghalaya (Süd-Assam). Die junge Diözese verfügt nur über 12 Diözesan- sowie 13 Ordens-priester, unterstützt von 88 Ordensschwestern und 200 Katecheten. Die Diözese ist in 12 Pfarreien aufgeteilt und unterhält beachtliche 250 Grund- und 50 Mittelschulen, 13 Oberschulen sowie vier Höhere Sekundarschulen mit einer Technischen Schule.

Um dem Priestermangel abzuhelfen, möchte Bischof Kympat Priesterkandidaten zum Philosophie- und Theologiestudium nach Shillong schicken; diese jungen Männer brauchen jedoch eine höhere Schulbildung in einem Vorseminar (Konvikt). Das ist das große Projekt von Bischof Kympat: die Errichtung eines Kleinen Seminars in Jowai. Er hat bereits mit 17 Jungen den Unterricht begonnen und sucht nun nach Sponsoren für ein Gebäude, das auf drei Stockwerken bis zu 50 Jungen diese Schulbildung ermöglichen soll. Das Seminar soll nach dem Seligen Paul-Josef Nardini benannt werden.
(Dr. Achim Dittrich)

Wer das Seminar-Projekt von Bischof Kympat unterstützen will, kann dies mit einer Spende unter dem Stichwort „Nardini-Seminar Jowai“ über die  „Aktion Silbermöwe“ des „pilger“ (Konto 36340, LIGA-Bank Speyer, BLZ 75090300) tun.

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