Silbermöwe

Mittwoch, 10. April 2019

Langfristige Hilfe notwendig

Vor allem in Mosambik wächst die Gefahr von Malaria und Cholera

Viele Menschen in den Katastrophengebieten haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Seuchen wie die Cholera breiten sich aus. Foto: actionpress

Caritas international stellt sich auf langfristige Hilfen für die Flutopfer in Mosambik ein. „Wenn in voraussichtlich zwei oder drei Monaten die akute Nothilfe abgeschlossen ist, werden sich viele Organisationen zurückziehen. Aber wir wollen auch danach Wiederaufbau oder die Wiederaufnahme der landwirtschaftlichen Produktion unterstützen“, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation, Ingo Steidl, am 5. April der Katholischen Nachrichten-Agentur. Steidl ist derzeit in dem ostafrikanischen Katastrophengebieten.

Während sich in der Küstenstadt Beira der Alltag langsam wieder normalisiere, seien viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. „Wo das Wasser schon abgeflossen ist, wird deutlich, dass die Menschen wirklich alles verloren haben. Häuser wurden komplett weggespült. Anbauflächen hektarweise vernichtet und damit auch die Ernten sowie Getreidespeicher zerstört“, so Steidl.
Derzeit liege der Schwerpunkt der Hilfen auf der Verteilung von Nahrung, Trinkwasser und Hygieneartikeln. „Im nächsten Schritt wird es wichtig sein, Baumaterial zu den Menschen zu bringen, damit sie ihre Wohnungen wieder instandsetzen können.“ Durch verunreinigtes Trinkwasser sei die Gefahr von Cholera sehr hoch. Es gebe viele bestätigte Fälle. Hinzu komme ein Anstieg bei Malaria-Erkrankungen.
Positiv sei, dass Caritas international bei den Hilfen mit lokalen Partnern zusammen arbeiten könne, die etwa als Träger von Schulen und Gesundheitszentren engagiert sind oder auch Bäckereien betreiben: „Unser Vorteil ist, dass wir die bestehenden kirchlichen Strukturen, beispielsweise von Kirchengemeinden oder Orden, nutzen können, etwa um Nahrungsmittel zu verteilen.“
Steidl betonte, dass viele Menschen vor Ort den Klimawandel als eine Ursache für die Naturkatastrophe sähen. „Der Bürgermeister der Stadt Beira sagte, der Klimawandel habe nun für sein Land ein neues Zeitalter eingeläutet.“ – Der Tropensturm Idai hatte Mitte März das südostafrikanische Mosambik sowie die Nachbarstaaten verwüstet. (kna)

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