Silbermöwe

Mittwoch, 17. Juni 2020

Mehr Kinderarbeit

Hilfswerke warnen vor Zunahme infolge von Corona

Weltweit verrichten mehr als 150 Millionen Jungen und Mädchen Kinderarbeit – damit ihre Familien überleben können. (Foto: actionpress)

Hilfsorganisationen haben vor einer Zunahme von ausbeuterischer Kinderarbeit infolge der Corona-Pandemie gewarnt. Wegen der Krise hätten viele im informellen Sektor beschäftigte Menschen ihre Arbeit verloren, wodurch Kinder gezwungen seien, zum Familieneinkommen beizutragen, erklärte das Kinderhilfswerk „terre des hommes“ in Osnabrück. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas beobachteten Partnerorganisationen demnach bereits eine deutliche Zunahme von Kinderarbeit.
Das katholische Hilfswerk Misereor sieht vor allem Unternehmen in der Pflicht, „ihre Anstrengungen im Kampf gegen diese Form moderner Sklaverei zu intensivieren“. Eine Möglichkeit ist laut Misereor das Zahlen von gerechten Preisen. „Fair gehandelte Produkte können zu einer Abschaffung der Kinderarbeit beitragen“, so Misereor-Geschäftsführer Thomas Antkowiak.
Brot für die Welt und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürchten negative Auswirkungen auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. „Die Gefahr, dass Kinder nach der Corona-Krise nicht mehr in die Schule zurückkehren und den Anschluss an die Bildung verlieren, ist aktuell besonders groß.“

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