Silbermöwe

Mittwoch, 05. Februar 2020

Mit der Aktion Silbermöwe eng verbunden

Helmut Groß verstarb im Alter von 84 Jahren

Über Missionsschwestern aus dem Bistum Speyer gelang es Helmut Groß, das Sternsingen zum Beispiel auch in Ghana oder Kenia „heimisch zu machen“. (Foto:Rönn)

Der Erfolg der Hungermärsche im Bistum Speyer, der Sternsinger-Aktion und auch der Aktion Silbermöwe des ,,pilger“ ist mit dem Namen von Helmut Groß untrennbar verbunden. Am 14. Januar ist er im Alter von 84 Jahren verstorben. Am 23. Januar wurde er in Speyer zu Grabe getragen. Pfarrer Gerhard Kolb, Kooperator in der Pfarrei Heilige Hildegard Dudenhofen, zu der die Heimatpfarrei von Helmut Groß gehört, würdigte dessen Wirken. Der Feier wohnten auch Weihbischof Otto Georgens, Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben, und Domkapitular i.R. Norbert Weis, früherer Leiter der Diözesanstelle für Weltmission, bei.

Mehr als zwanzig Jahre arbeitete Helmut Groß als Diözesanreferent für weltkirchliche Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat in Speyer. Er war ein „Quereinsteiger“ im Bereich der kirchlichen Entwicklungsarbeit, denn bis 1968 arbeitete er als Vermessungsingenieur in saarländischen Bergwerken. 1966 lernte er bei den Steyler Missionaren in St. Wendel den aus Bexbach stammenden Missionsbischof Karl Weber kennen, der im kommunistischen China aus seinem Bistum vertrieben worden war. Helmut Groß begleitete den Bischof auf seinen Reisen in Deutschland, organisierte Veranstaltungen war sein „Chauffeur“. ,,Das brachte für mich wichtige Erfahrungen“, erinnerte sich Helmut Groß einmal im Gespräch in der Redaktion des „pilger“.
Bereits als Referent, der Katholischen Jungen Gemeinde im Bischöflichen Jugendamt in Speyer (ab 1968) begann Helmut Groß dann einen regen Briefkontakt mit pfälzischen und saarländischen Missionarinnen, Missionaren und Entwicklungshelfern. Auch den Verkauf von Dritte-Welt-Waren begann er in diesen Jahren – vor allem bei Wallfahrten auf Maria Rosenberg, auf dem Annaberg, bei Waldgottesdiensten und beim Diözesankatholikentag in Johanniskreuz.
Die Sternsinger-Aktion lag Helmut Groß besonders am Herzen. In Zusammenarbeit mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und dem Päpstlichen Missionswerk der Kinder warb er unermüdlich für die Aktion, beteiligte sich an der Erstellung von Arbeitshilfen. Dass das Dreikönigssingen in fast allen Pfarreien des Bistums Fuß fassen konnte, war maßgeblich sein Verdienst. Zur Erfolgsgeschichte haben sich – auch durch das große Engagement von Helmut Groß – die Hungermärsche entwickelt, die 1974 im Bistum Speyer praktisch „erfunden“ wurden. Unermüdlich förderte er zudem die Aktivitäten der Aktion Silbermöwe. Helmut Groß initiierte Hilfsaktionen, knüpfte Verbindungen zwischen Missionarinnen und Missionaren sowie Gruppen im Bistum, sorgte dafür, dass es immer auch Berichte über Projekte in den Ländern des Süden in der Bistumszeitung gab.

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