Silbermöwe

Mittwoch, 09. Oktober 2019

Spenden für die „Casayohana“

Hungermarsch in Böhl-Iggelheim für Frauen und Kinder in Peru

Projektleiterin Sabine Vogel bei Einheimischen in Peru. Foto: zg

Böhl-Iggelheim. „Wege zurück ins Leben – Bau eines Zentrums für misshandelte Frauen und behinderte Kinder in Andahuaylas/Peru“ lautet das Motto des diesjährigen ökumenischen Hungermarsches in Böhl-Iggelheim am 13. Oktober (wir berichteten).
Seit einigen Jahren arbeitet Sabine Vogel, Projektleiterin von casayohana, mit ihrem Team in Andahuaylas mit Kindern mit Behinderungen und Frauen, die Opfer sexueller und häuslicher Gewalt geworden sind. Casayohana schützt Kinder, Frauen und Familien, hilft ihnen aus dem Umfeld häuslicher Gewalt heraus und ermöglicht therapeutische Angebote im Hochland von Peru.
Die Mitarbeiter besuchen Kinder mit Behinderungen in ihren Familien. Nach gründlicher Anamnese wird in Absprache mit den Eltern festgelegt, wie diesen Kindern, die in der Gesellschaft meistens keinerlei Hilfe erfahren, geholfen werden kann und wie sie gefördert werden können.  
Mädchen und Frauen, die Opfer sexueller und häuslicher Gewalt geworden sind, erhalten therapeutische Hilfe zur Aufarbeitung der Erlebnisse, werden bei Mediationsgesprächen in der Familie begleitet und in den Bereichen Hygiene, Gesundheit, Selbstbewusstsein und Recht (Frauen- und Kinderrechte) geschult. Die Frauen werden angeleitet, wie sie sich selbst versorgen und ihre Zukunft bei Bedarf wirtschaftlich absichern können.
Nun soll auf einem eigenen, bereits vorhandenen Grundstück ein Zentrum mit dem Namen „casayohana“ („Haus Johanna“) entstehen, in dem Kinder mit Behinderungen und misshandelte Frauen in Akutsituationen für eine gewisse Zeit aufgenommen, intensiv behandelt und geschützt werden können. Die für den Ausbau der Therapie- und Schulungsräume benötigten Finanzmittel sollen beim diesjährigen Hungermarsch in Böhl-Iggelheim „erlaufen“ werden.
Auch in diesem Jahr wird wieder eine „große Runde“ mit einer Länge von zehn Kilometern und eine „Familienrunde“ von fünf Kilometern angeboten. Selbstverständlich können auch beide Runden zurückgelegt werden. An den Kontrollpunkten gibt es Tee und belegte Brötchen, am Naturfreundehaus außerdem Eintopf. Um die Umweltbelastung soweit es geht zu minimieren werden die Teilnehmer gebeten Teebecher, Teller usw. selbst mitzubringen. Das „Familienquiz“ mit Fragen zur Hungermarschstrecke soll auch dieses Mal den Hungermarsch wieder zum Familienereignis werden lassen.
Start und Ziel des Hungermarsches befinden sich am Naturfreundehaus Iggelheim. Der Marsch kann in der Zeit zwischen 9 und 12 Uhr begonnen werden. Um 9 Uhr findet eine Eröffnungsfeier statt.


Teilnahmekarten gibt es u.a. bei den Pfarrämtern/Pfarrbüros in Böhl-Iggelheim und den Nachbarorten. Spenden können auch direkt auf das Sonderkonto „Hungermarsch 2019“ IBAN: DE80 5479 0000 0001 3515 16 (BIC: GENODE61SPE) bei der Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG überwiesen werden.

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