Silbermöwe

Donnerstag, 06. Dezember 2018

Sternsingermobil in Schifferstadt

Es lohnt sich dreifach, als Sternsinger dabei zu sein

Susanne Zander (links) im Gespräch mit Verantwortlichen der Sternsingeraktion in der Pfarrei Heilige Edith Stein Schifferstadt. Foto: Landry

Seit September tourt das neue Sternsingermobil des Kindermissionswerkes durch Deutschland, um die Sternsingeraktion bekannter zu machen und zu zeigen, welche Projekte durch die Spenden der Sternsinger ermöglicht werden.

Am Freitag, 23. November, machte der umgebaute Kleinbus auf Einladung des Pfarreirates der Pfarrei Heilige Edith Stein Halt im Hof des Pfarrheim St. Jakobus in Schifferstadt. Es war die einzige Station in der Diözese Speyer.

Der Pfarreirat hatte zahlreiche Gruppen zu der Aktion eingeladen. Am Vormittag besuchten 53 Vorschulkinder der Katholischen Kindertagesstätten aus Schifferstadt das Sternsingermobil. Tourbegleiterin Susanne Zander vom Kindermissionswerk Aachen erklärte ihnen kindgerecht das Motto der diesjährigen Aktion „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“, mit der behinderte Kinder in Peru unterstützt werden sollen.

Die Kinder durften ausprobieren, wie es sich anfühlt, Sternsinger zu sein: Mit selbst gebastelter Krone auf dem Kopf schlüpften sie in die Sternsingergewänder. Auf einer Weltkarte bekamen sie gezeigt, wo die Kinder leben, denen mit den Sternsinger-Spenden geholfen wird. In dem 15 minütigen Film „Willi in Peru“ von Willi Weitzel erfuhren sie, wie behinderte Kinder in einem Armenviertel der Peruanischen Hauptstadt Lima leben. Und sie lernten beeindruckende Menschen kennen, die sich täglich dafür einsetzen, dass Kinder mit einer Behinderung angemessen gefördert werden und am Leben der Gesellschaft teilhaben können.

„Es sind drei Gründe, für die es sich lohnt, als Sternsinger aktiv zu sein“, erklärte Susanne Zander. Die Sternsinger dürfen den Segen in die Häuser bringen und erleben die Freude bei den Menschen, die sie besuchen. Sie sammeln Spenden und sie können etwas für andere Kinder tun, denen es nicht so gut geht, wie ihnen.

„Es ist eine wunderbare Aktion, in der die Kinder genau erfahren, was mit ihrem gespendeten Geld passiert. Diese Nachhaltigkeit bleibt ihnen auch im Gedächtnis“, findet Ina Raschke, die Leiterin der Kindertagesstätte Herz Jesu.

Am Nachmittag hatten dann Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene Gelegenheit, sich über die nächste Sternsinger-Aktion zu informieren. Auch Bürgermeisterin Ilona Volk stattete dem Sternsingermobil einen Besuch ab. „Ich finde es eine hervorragende Sache. Auch für die Kinder war es beeindruckend zu erfahren, dass es Kinder auf der Welt gibt, die arm sind und denen es nicht so gut geht“, so ihr Résumé.

Den Abschluss der Aktion bildete am späten Freitagnachmittag ein reger Gesprächsaustausch mit Verantwortlichen der Sternsingeraktion – Messdiener, Mitgliedern des Pfarreirates, der drei Gemeindeausschüsse und Pfarrer Albrecht Effler. Von ihnen erfuhr Susanne Zander, dass vor allem Messdiener, unterstützt von einigen Erstkommunionkindern und Firmbewerbern an der Sternsingeraktion teilnehmen. Weitere interessierte Kinder und Jugendliche seien jederzeit willkommen. Insgesamt sind in den drei zur Pfarrei gehörenden Gemeinden rund 80 Sternsinger unterwegs. Vorbereitungstreffen finden bereits im Dezember statt.

„Es ist heutzutage leider nicht einfach, Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern zu dieser Aktion zu  motivieren, denn vieles andere erscheint wichtiger“, ist die übereinstimmende Meinung. „Aber was will man mehr, als wenn sich ein Kind für andere Kinder einsetzt?“ meinte auch Susanne Zander. „Es soll uns aber nichts aufhalten, etwas dafür zu tun“, sagte Pfarrer Albrecht Effler sehr entschlossen. Ein Résumé des Tages gab es auch von Pfarreiratsmitglied Jürgen Reimer, der die Aktion am Freitag von Anfang an begleitete. Das Sternsingermobil sei eine gute Möglichkeit gewesen, die Aktion ins rechte Licht zu rücken. „Es war sehr interessant, so viele Details darüber zu erfahren.“ (red)

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