Rom und Assisi - Reisebericht

Unvergessliche Reise nach Rom und Assisi

Leserreise unserer Bistumszeitung "der pilger" vom 16. bis 25. Oktober 2015

Vom 16.-25. Oktober 2015 begaben sich 28 Pilger unter der geistlichen Leitung von Domkapitular Franz Vogelgesang per Bus auf den Weg nach Rom und Assisi. Ausgestattet mit dem Pilgertuch und Liederbüchern hielten wir die erste unserer täglichen Morgenandachten. Die Fahrt wurde kurzweilig gestaltet durch Singen, Beten, Italienisch-Sprachkurs und das Vorlesen des Buches „Alle Wege führen nach Rom“ von Adalbert Seipold. Die Strecke führte uns im Schneegestöber über den Brenner, weiter durch das Eisach- und  Etschtal, in die weite Poebene, vorbei an Bologna in der Emilia-Romana, Florenz in der Toskana und durch den Etruskischen Apennin mit all den Brücken und Tunnels.

Am Sonntagmorgen ging es an der Schweizer Garde vorbei hinein in den Vatikanstaat zumdeutschen Friedhof Camposanto Teutonico. In der nebenanliegenden Kirche Santa Maria della Pietà feierten wir die Heilige Messe. Anschließend ging es hinüber zum Petersplatz, wo Papst Franziskus die Heiligsprechung der Eltern von Therese von Liseux, Ludovico und Maria Guérin, vornahm. Nach dem Angelus-Gebet spazierten wir auf dem alten Pilgerweg in die barocke Altstadt: an der Engelsburg vorbei über die  Engelsbrücke zur Piazza Navona, weiter zum Pantheon, dem Trevi-Brunnen, der Spanischen Treppe, der Via Condotti mit dem berühmten Caffé Greco bis hin zur Piazza del Popolo.

Den nächsten Tag verbrachten wir im Vatikan – in den Vatikanischen Gärten erfreuten wir uns an den Baumbeständen, den Grotten, Brunnen, Statuen, dem Rosengarten und dem Englischen Garten – immer wieder hatten wir einen freien Blick auf die imposante Kuppel des Petersdomes, von Michelangelo erbaut. Wir ließen es uns nicht nehmen, vor dem Wohnsitz des emeritierten Papst Benedikt XVI., ein Lied zu singen.

In den Vatikanischen Museen führte uns der Rundgang zu grandiosen Meisterwerken von Michelangelo, Raffael, Leonardo da Vinci und zahlreichen Skulpturen, u. a. von Homer und Sokrates. Die Sixtinische Kapelle beeindruckte uns mit den Fresken Michelangelos - die  Altarwand zeigt uns das Jüngste Gericht, am Deckengewölbe erkennt man unter anderem die Erschaffung der Welt.

Die Heilige Pforte des Petersdoms ist noch zugemauert, sie wird am 8. Dezember 2015 durch Papst Franziskus aus Anlass des Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit und des 50. Jahrestages des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils geöffnet. In der größten Kirche des Abendlandes befinden sich unter anderem die Pietà, geschaffen vom 23- jährigen Michelangelo, ein Bronzesitzbild des thronenden Petrus, der Papstaltar umgeben von Berninis Baldachin.

Am Tag darauf feierten wir in einer winzigen Kapelle in S. Giovanni in Laterano die Heilige Messe. Die Basilika war fast 1000 Jahre lang Sitz der Päpste. Auf der anderen Straßenseite ist die Heilige Stiege, über die Jesus nach seiner Geißelung ging.
In der Marienkirche S. Maria Maggiore befindet sich die Krippe aus Bethlehem.

Zu unserem Programm gehörte auch die Begegnung mit dem antiken Rom – wie die Ausgrabungen des Forum Romanum, die Kaiserforen und das Kolosseum.

Ein Höhepunkt war gewiss die Generalaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz und die von Pater Wendel geführte Besichtigung der Domitilla-Katakomben, einschließlich der Messfeier.

Nach dem Abschied von Rom fuhren wir in Richtung Assisi, vorbei an den Albaner Bergen, erfreuten uns an Kaki-Bäumen, Zedern, Pinien, Bougainvillea, Palmen, Olivenbäumen, Schafherden und der dunkelrotbraunen Erde von Umbrien. In der mittelalterlichen Stadt Assisi trafen wir Bruder Thomas, gebürtig aus Fußgönheim; er vermittelte uns das Leben und Wirken des heiligen Franziskus bei einem spirituellen Rundgang durch den Franziskanerkonvent mit unterer und oberer Basilika. Inmitten der Klosteranlage befindet sich die Friedenskapelle, Capella della Pace, der Ort für unseren Gottesdienst.

Unterhalb von Assisi gingen wir in die Basilika S. Maria degli Angeli – in ihr befindet sich die kleine Feldkapelle Portiunkula, die erste Wirkungsstätte

Franziskus und der jährliche Versammlungsort mit seinen Brüdern, ebenso die Sterbezelle des Heiligen. Am Abend ging es durch den Olivenhain zum Kloster San Damiano, an diesem Ort erhielt der reiche Kaufmannssohn Franziskus von Jesus, der sich vom Kreuz sich herunterbeugte, den Auftrag die Kirche neu aufzubauen. Franziskus änderte daraufhin sein Leben und folgte Jesus radikal nach. In San Damiano wurde durch die heilige Clara, inspiriert durch Franziskus, der erste Klarissinnen-Konvent gegründet.

Auf der Heimreise legten wir in Maria Einsiedeln in der Schweiz eine Zwischenübernachtung ein. Einsiedeln zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Europas, die dortige Benediktinerabtei wurde im Jahr 934 gegründet. (G.H.)

Hier geht es zur Bildergalerie der Reise nach Rom und Assisi.

Anzeige

Abo der Pilger

Bestellen Sie bequem online Ihre persönliche Ausgabe der Kirchenzeitung.

Anmeldung im Benutzerbereich

Passwort vergessen?
neu registrieren