Silvester in Salzburg - Reisebericht

Silvestergala in Salzburg gefeiert

Am 29. Dezember, wenige Tage nach Weihnachten starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Bus in Richtung Salzburg. Zunachst war das Wetter zwar etwas trüb, mit Schnee auf den angrenzenden Feldern, aber später hatten wir strahlend blauen Himmel mit Sicht bis teilweise in die Allgäuer- u. Schweizer Alpen. Auf der Raststätte Ulm-Ost stiegen die letzten beiden Reiseteilnehmerinnen zu. Bei der Weiterfahrt bot um der Chiemsee die seltene Gelegenheit, dass man von der am Südufer entlang führenden Autobahn, weit über die Insel Frauenchiemsee hinweg, bis zum Nordufer die Oberfläche des Sees sehr gut einsehen konnte. Bei der weiteren Fahrt durch das nun beginnende „Rupperti-Land“ hatten wir auf den Bergen winterliche Ansichten. Je näher Salzburg kam, desto mehr waren auch die der Sonneneinstrahlung abgewandten Bäume vom Rauhreif glitzernd weiß „gepudert“. Um 16:00  Uhr erreichten wir wohlbehalten unser Quartier für die nächsten Taget: das Bildungshaus St. Virgil der Erzdiözese Salzburg, im Salzburger Stadtteil Aigen gelegen. Dort erwarteten uns bereits noch drei Ehepaare des Bayrischen Pilgerbüros, die direkt nach St. Virgil angereist waren. Sie sollten unser Reiseprogramm vor Ort miterleben. In den folgenden Tagen integrierten sich diese Gäste sehr gut in unsere Reisegruppe. Sie wurden von den „Pfälzern“ auch sehr gut aufgenommen. Die so erweiterte Reisegruppe durfte die folgenden Tage als eine familienhafte Reise-Gemeinschaft erleben.
Nach der offiziellen Begrüßung im Park-Café durch die Hausleitung wurden wir anschließend zum reichhaltigen Abendessen ins Restaurant des Hauses gebeten. Gegen 20:00 Uhr erwartete uns Maria Schwarzmann, die unseren Salzburg-Aufenthalt mit geplant hatte, und uns nun die besondere Architektur des Hauses und die ausgestellten Kunstgegenstände erläuterte. Den Abend schloss ein Filmvortrag, der uns die Geschichte der Stadt Salzburg erklärte und in die Bräuche der Stadt Salzburg und des Umlandes einführte.

Nach erholsamer Nacht wurde am 30. Dezember zunächst für alle Gäste des Hauses um 8:30 Uhr in der “Emmaus“-Hauskapelle ein gemeinsames Morgenlob angeboten. Ab 7:00 Uhr wurde bereits das ausgiebige Bio-Frühstücksbuffet, nach der Art des Hauses,  bereitgestellt. Am Vormittag wurden uns durch eine Stadtführerin des örtlichen Touristikbüros bei einem ausgiebigen Stadt-Rundgang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Salzburg vorgestellt. Der Stadt-Rundgang endete vor dem Geburtshaus Mozarts in der Getreidegasse. Danach war eine programmfreie Pause zur persönlichen Verfügung bis 12:30 Uhr vereinbart.
Nach pünktlicher Abfahrt unseres Reisebusses brachte uns dieser bei herrlichem Wetter am  frühen Nachmittag ins Salzkammergut, nach St. Gilgen, zum St. Wolfgangsee. Dort bestiegen wir ab 13:40 Uhr das vorgebuchte Schiff zur Überfahrt zum Ort St. Wolfgang. Die Schifffahrt  erfolgte bei ruhiger See und strahlendem Sonnenschein, bei blauem, wolkenlosem Himmel mit einer herrlich klaren Sicht auf die den See umgebenden Berge mit ihren bis zu den Gipfellagen bedeckten, das Sonnenlicht reflektierenden Schneeflächen. Die Überfahrt bot uns auch Gelegenheit, im warmen Bewirtungsraum des Schiffes unser vom Haus  St. Virgil vorbereites Lunchpaket zu verzehren.
In St. Wolfgang erwartete uns in der Wallfahrtskirche des heiligen Wolfgang um die örtliche Kirchenführerin, um uns den weltberühmten dreidimensional geschnitzten Altar des Tirolers Michael Pacher und die Geschichte der Wallfahrtskirche des heiligen Wolfgang zu erläutern. Anschließend besuchten wir im Ort St. Wolfgang das aus der Operettenmusik bekannte Hotel „Zum weißen Rössel“, um dort auf für uns reservierten Plätzen mit Seeblick zum Kaffee-Trinken einzukehren. Nach Einbruch der Dämmerung konnten wir noch die Reste des Weihnachtsschmuckes und -marktes sehen; ebenso die auf dem See schwimmenden leuchteten Advents-Laternen; u. a. eine riesengroße, mehrere Meter hohe Laterne mit ebenso riesiger brennender Kerze.  Nach der Rückkehr zum Haus St. Virgil fanden wir uns zum ausgiebigen Abend-Buffet ein. Den Tag ließen wir im  Park-Café in gemütlicher Runde ausklingen, bei Getränken, diversen Gesprächen in kleinen Gruppen und persönlichem Gedanken-Austausch.

Der Silvestertag, 31. Dezember, begann nach Morgenlob-Angebot und reichlichem Bio-Frühstücksbuffet mit der erneuten Fahrt nach Salzburg. Vom Bus-Terminal „Nonntal“ gingen  wir zu Fuß zur fürstbischöflichen Residenz. Hier erwartete uns im Eingang wieder die Stadtführerin, um uns durch die gesamte Ausstellung des „Dom-Quartiers“ zu führen. Die Ausstellungsräume umschließen in den oberen Etagen den Dom-Hof (auch der  Aufführungsort des „Jedermann“ von H. v. Hoffmannstal). Der Ausstellungs-Rundgang beginnt in der Residenz, im Carabinieri-Saal und führt durch die Repräsentations- und ehemaligen Privaträume der Salzburger Fürst-Bischöfe, über die Dom-Orgelempore (mit Blick von oben in das Hauptschiff des Domes St. Ruppert/St. Virgil), weiter durch das Dom-Museum und das Kloster-Museum der Erz-Abtei von St. Peter und wieder zurück in die ehe-malige fürstbischöflich Residenz und endet wieder im Carabinieri-Saal. Die gebotene Fülle der ausgestellten Objekte lässt aber nur eine Erläuterung einzelner Schwerpunkte zu.  Die Zeit ab 12:30 Uhr stand zur Mittagspause in freien Verfügung. Einige Teilnehmer nutzten die Zeit zur Auffahrt zur Feste Hohensalzburg, um den Blick über die Stadt Salzburg zu genießen und das sogenannte „Sterneschießen“ der örtlichen Schützenvereine zu verfolgen.
Am späten Nachmittag, um 17:00 Uhr, war Gelegenheit zum Mitfeiern  der Jahresschluss-Dankandacht im Hohen Dom zu Salzburg gegeben. Die Plätze müssten dort aber frühzeitig eingenommen werden. Sie ist viel besucht wegen der bischöflichen Predigt zum Jahresschluss und  der den Gottesdienst mitgestalteten, imposanten geistlichen Chormusik. In diesem Jahre waren es einige Auszugssätze aus dem  großen Te Deum von M. A. Charpentier (1634 – 1704).
Daran anschießend fuhr uns der Bus zurück nach St. Virgil, damit wir uns auf die große Fest-Gala zu Silvester 2016 vorzubereiten konnten.  Die Silvester-Gala wurde eröffnet um 19:30 Uhr im Park-Café mit einem Sekt-Umtrunk und dezenter Life-Musik der Musiker-Gruppe um den legendären Adi Jüstel aus Salzburg. Die Silvester-Gala wurde weiter zelebriert mit dem für Augen und Gaumen genussvollen sechsgängigen Gala-Diner im Restaurant nebenan; ebenfalls mit dieser Life-Musik-Gruppe; dargeboten von sechs Musikern. Sie spielten zur vorgerückten Stunde  für die Gäste des Hauses zum Tanz auf. Der Mitternachtscocktail wurde im Freien auf der Terrasse vor dem Park-Café gereicht, vor aufgestellten brennenden Feuerkörben und übertragener Rundfunkmusik, dazu wurde das Feuerwerk des Hauses abgebrannt. Zur Mitternachtsstunde herrschten Frosttemperaturen. Wer es wollte, konnte dank der Strahlwärme der Feuerkörbe das Abbrennen der Feuerwerkskörper des Hauses, aus der Stadt Salzburg und aus der Umgebung beobachten.

Der Neujahrstag, 1. Januar, begann mit einem zeitlich späteren Salzburger Bio-Früh-stücks-Buffet nach Art des Hauses. Danach brach die Reisegruppe zur Busfahrt zum Großen Festspielhaus auf, zum klassischen Salzburger Neujahrskonzert der leichten Muse. Wir hatten uns in der Reiseplanung entschieden für ein Konzertprogrammunter anderem mit slawischer, ungarischer und österreichscher (Wiener) Musik der Komponisten Antonin  Dvorak, Johann Strauß Sohn, Johannes Brahms, Emile Waldteufel (Schlittschuhwalzer) und Peter Tschaikowski (aus der Nussknacker-Suite: Der Blumenwalzer); insgesamt ein etwas leichteres Neujahrs-Festkonzert.
Anschließend fuhren wir zurück nach St. Virgil, zu einem „kurzen Imbiss“, den uns die Küche außer Programm zubereitet hatte. Gerne wurde von unseren Reiseteilnehmern die anschließende Ruhepause angenommen bis zur Abfahrt zum festlichen Gottesdienst um 17:00 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria Plain, hoch über Salzburg, zum Neujahrsfest und zum Hochfest der Gottesmutter Maria, den uns und den anderen St.-Virgil-Gästen der Hausrektor von St. Virgil, Michael Max, zelebrierte. Bei Ankunft der Gottesdienst-Besucher hatte der Rektor des Klosters Maria Plain, Pater Rupert OSB, die außerordentlichen Wallfahrer begrüßt und ihnen die Geschichte des Klosters und der Wallfahrtskirche erläutert. Nach dem Gottesdienst erwartete das Haus St. Virgil seine Hausgäste  zum Abendessen:  Es wurde ein festliches Galabuffet zum Neujahrstag gereicht. Danach war Gelegenheit zu einem gemütlichen Tagesausklang im Park-Café des Hauses.

Der 2. Januar sollte ein erlebnisreicher, heiterer und entspannender Tag im Dachstein-Gebirge werden. Nach dem Salzburger Bio-Frühstück unseres gastlichen Hauses St. Virgil fuhr uns unser Bus etwa 70 km das Salzachtal hinauf, größtenteils über die Autobahn, nach Filzmoos. Dies geschah wieder bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem blauem Himmel. Je mehr wir uns Filzmoos näherten, umso mehr wurde die Schneedecke geschlossener und tiefer. Kurz: bei Kaiserwetter.
In Filzmoos verteilte sich die Reisegruppe auf die drei vorbestellten Pferdeschlitten um gegen Mittag bei der bewirtschafteten urigen Oberalmhütte, am Fuße der Bischofsmütze, einzutreffen. Hier wurden wir gegen 12:00 Uhr bereits erwartet zum Mittagessen à la Carte. Die Hütte lag in Tiefschnee, mit teilweisem glattem Untergrund, auf Grund dessen nach dem Essen es nur Wagemutige zum Spaziergang noch losziehen ließ. Nach kurzem Aufenthalt im Schnee, in Gottes freier Natur, und nachdem ein paar Gruppenbilder mit der Bischofsmütze im Hintergrund angefertigten waren, traten wir mit unseren Pferdeschlitten die Rückfahrt nach Filzmoos an. Nach herrlichen Schlittengleiten durch Gottes verschneite Natur, die bei den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele schöne Eindrücke hinterließ, erreichten wir in Filzmoos wieder unseren Bus-Parkplatz. Unser fürsorglicher Busfahrer, Herr Keller, brachte uns rechtzeitig zurück nach St. Virgil, zum geplanten festlichen und  umfangreichen viergängigen Abschiedsessen.
Zum anschließenden gemütlichen Tagesausklang, und um Tages- und Reise-Rückblick zu halten, bot sich wieder das Park-Café an. Es mussten aber auch noch die Koffer vorgepackt werden für die Abreise am nächsten Morgen.

Am 3. Januar hieß es dann Abschiednehmen von Salzburg und St. Virgil. Ab 7:00 Uhr wurde für uns letztmals das Salzburger Bio-Frühstück angeboten. Um 8:15 Uhr versammelte sich unsere Reisegruppe im Rezeptionsbereich, um durch den Hausrektor den Reisesegen zu empfangen. Das bedeutete auch gleichzeitig von den  uns inzwischen vertraut gewordenen „zugroasten“ Gästen Abschied nehmen zu müssen. Anschließend wurden die bereitgestellten Koffer im Bus verstaut und wir traten in Gedanken versunken um 8:45 Uhr die Heimreise in die Diözese Speyer an.  Je mehr wir uns der Heimat näherten, desto schlechter und nasser wurde das Wetter. Die ersten Gäste dieser Leserreise verließen uns auf der Autobahn-Raststätte Ulm-Ost.  Gegen 16:00 Uhr hatten wir Speyer wieder erreicht.

 Eugen Ennemoser, Diakon i. R., Reiseleiter  

Hier geht es zur Bildergalerie der Reise nach Salzburg.

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