"pilger"-Leserreise nach Salzburg

Besinnliche Erfahrungen

Auf Leserreise ins winterliche Salzburg waren 42 Leserinnen und Leser der Bistumszeitung "der pilger" unter der Leitung von Klaus Haarlammert. Aber nicht nur Salzburg stand auf dem Programm, sondern auch das Salzkammergut, St. Wolfgang und das "Europakloster" Aich in St. Gilgen. Höhepunkt war das Adventsingen im Großen Festspielhaus. 

Aber auch die Gottesdienste, die miteinander gefeiert wurden, waren beeindruckende Erfahrungen: das Rorateamt in der nur mit Kerzen beleuchteten Pfarrkirche von Aigen, das Domdechant Prälat Hans Walter Vavrowski mit der Gruppe feierte, und das Hochamt in der Wallfahrtskirche Maria Plain. 

Immer wieder kamen die Teilnehmer der Leserreise auch in der Emmauskapelle von St. Virgil zusammen, um im Gebet und in Betrachtung den Tag zu beginnen beziehungsweise ausklingen zu lassen. 

Auch eine Stadtführung in Salzburg stand auf dem Programm und eine eigene Führung durch den Dom und den Domschatz, exklusiv für die Gruppe aus Speyer. 

Die Rückfahrt führte über Oberndorf mit der "Stille-Nacht-Kapelle". Besondere Akzente boten zudem die besinnlichen Gedanken von Klaus Haarlammert zu Wolfgang Amadeus Mozart und seiner katholischen Prägung, sowie – am Schluss der Reise – zum "Weihnachtsgeheimnis" von Edith Stein. 

Hinweise
Weitere Bilder der Salzburg-Reise finden Sie in einer Bildergalerie 

Salzburger Adventsingen

Das Große Adventsingen in Salzburg ist die Keimzelle und das große Vorbild der zahlreichen "Adventsingen" im gesamten deutschsprachigen Raum. Im Jahre 1946 von Tobi Reiser d. Ä. aus der Taufe gehoben, erfreute sich das bis dahin nicht so bekannte "Adventsingen" innerhalb kürzester Zeit großer Beliebtheit. Seit der Eröffnung des Großen Festspielhauses im Jahre 1960 wird das mittlerweile international renommierte Adventfestival alljährlich auf dieser weltberühmten Bühne inszeniert.

Rund 1,6 Millionen Menschen haben diese einzigartige Veranstaltung im Salzburger Advent bisher erlebt. Mit über 150 Sängern, Musikanten, Schauspielern und Hirtenkindern aus Salzburg und der Bayerischen Nachbarschaft wird das adventliche Geschehen alljährlich aus einer neuen Perspektive betrachtet und von rund 36000 Besuchern begeistert aufgenommen.

Überlieferte Volkslieder und Volksweisen, vorgetragen von großartigen Sängern und Musikanten, nehmen dabei einen breiten Raum ein. Aber auch neues kompositorisches Schaffen und ein szenisches Spiel fügen sich mit diesem reichen Schatz an Traditionen zu einem harmonischen Ganzen. Der Gesamtleiter Hans Köhl ist mit seinen künstlerischen Weggefährten bestrebt, dem adventlichen Geschehen eine zeitgemäße Deutung zu geben, die unser Herz berühren. Durch den Gegenwartsbezug wird der christliche Mythos zu einer erfrischenden, befreienden Botschaft, die mehr als nur vorweihnachtliche Romantik bietet.

In diesem Advent hieß das Leitwort "Der Stern". Sterne sind seit Menschengedenken Symbole göttlicher Kräfte. In den langen dunklen Nächten vor der Wintersonnenwende haben die Sterne einen besonderen Glanz und eröffnen uns eine Ahnung von der Tiefe und Weite des Universums, von dem Größeren, Einen und Ganzen aller Religionen, in dem und durch den wir leben.
Die Bedeutung des Sterns in Verbindung mit dem christlichen Weihnachtsfest geht zurück auf die alttestamentliche Prophezeiung vom Stern, der aufgeht aus dem Haus Jakob (Buch Numeri 24,17), vollendet im Stern von Bethlehem, welcher den Magiern aus dem Osten den Weg zum göttlichen Kind wies (Matthäus-Evangelium 2,1–12).

Beim Adventsingen 2011 wurde diesem Stern in Verbindung mit der adventlichen Geschichte besonderes Augenmerk zuteil. Er verband gleich einem unsichtbaren Faden das Werk vom Anfang bis zum Ende. Auch Maria griff diesen Faden auf, einen Silberfaden, der immer wieder vorkommt.
Zu den wunderbaren Volksweisen fügte sich diesmal eine neu gestaltete musikalische Herbergssuche, basierend auf einer als "Gesängerbuch" bezeichneten anonymen Handschrift, verfasst um das Jahr 1800.

Die beliebten Salzburger Hirtenkinder führten ein äußerst reizendes, fast nie vorgetragenes Hirtenspiel aus der Feder von Tobi Reiser d. Ä. aus dem Jahr 1971 auf und gewannen so die Herzen des Publikums. Nicht fehlen durfte auch der "Andachtsjodler".

Interessant war, wie beim szenischen Spiel eine Reflexion in die Gegenwart zeigte, dass diese himmlischen Lichter bis heute nichts an ihrer Faszination verloren haben. Ein weiser Eremit hilft einer jungen Frau, die den Tod vor Augen hat, auf der Suche nach ihrem Stern. Beeindruckend war auch, wie das wunderbare Lied "Von guten Mächten", das der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer 1944 wenige Wochen vor seiner Hinrichtung durch die Nationalsozialisten "mit gefesselten Händen" schrieb, vorgetragen wurde – und dass es fester Bestandteil des Adventsingen war.

Information und Anmeldung zu den Reisen

Weitere Informationen zu den pilger-Leserreisen erhalten Sie bei:

"der pilger"
Hasenpfuhlstr. 33
67346 Speyer
Tel. 06232-102423
Fax 06232-102341

info@pilgerreisen-speyer.de
www.pilgerreisen-speyer.de


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