Silvester in Salzburg - Reisebericht

Festliche Jahreswende in Salzburg

Leserreise unserer Bistumszeitung "der pilger" vom 29. Dezember 2014 bis 02. Januar 2015

Am 29. Dezember machten sich mit viel Vorfreude 35 Teilnehmer auf die Reise in das tief verschneite Salzburg um dort, neben dem ausgeschriebenen Kulturprogramm, in festlicher Gemeinschaft im Bildungshaus St. Virgil das zu Ende gehende Jahr 2014 zu verabschieden und das neue Jahr 2015 zu begrüßen. Auf der Hinfahrt begleitet uns immer dichter werdendes Schneetreiben. Am Abend erreichten wir, witterungsbedingt verspätet, unser Quartier, das Seminarhotel St. Virgil, im Südosten der Stadt Salzburg, in einem herrlichen, zur Zeit tief verschneiten Park gelegen. Das uns verwöhnende Abendessen wartete schon auf uns um eine Vorab-Kostprobe der zu erwartenden Küchenleistung für das Silvester-Gala-Dinner zu geben.

Am 30. Dezember mussten wir nach dem umfangreichen Salzburger Biofrühstück zur Sicherheit der Teilnehmer das vorgeplante Tagesprogramm total umdrehen: Der örtliche Wetterbericht kündigte uns für den Nachmittag ein Neuschnee-Chaos an. Folglich musste zur Sicherheit der Reisenden das Nachmittagsprogramm im Salzkammergut mit dem Vormittagsprogramm (Stadt Salzburg / Erzabtei St. Peter) getauscht werden. Die Schifffahrt auf dem Wolfgangsee, ab St. Gilgen nach St. Wolfgang, der Gang durch den Ort St. Wolfgang mussten aus Sicherheitsgründen ganz gestrichen werden. Die Krippenausstellungen in Bad Ischl wurden von St. Virgil aus direkt angefahren. Die traditionelle Salzkammergut-„Kripperlspeis“ (ein Bauernkrapfen mit Vanilleeis und ein Warm- oder Kalt-Getränk) wurde vor Beginn der Krippenbesichtigungen gereicht, ehe im Stadtmuseum Frau Schwaiger die ausgestellten Krippen erläuterte.

Am frühen Nachmittag fuhren wir von Bad Ischl im Schneetreiben direkt nach Salzburg zur Besichtigung der Erzabteil St. Peter. Im Rahmen der Stiftsbegehung führte uns Frater Dr. Simon Petrus OSB in die Gründungsgeschichte der Erzabtei, deren Architektur und Kunstausstattung, sowie die damit zusammenhängende Stadtgeschichte Salzburgs ein. Die Fülle des niedergegangen Schnees nahm auch auf der Heimfahrt nach St. Virgil kein Ende. Der Schnee-Straßenräumdienst konnte in Salzburg nur langsam voran kommen. Als Fußgänger muss man die Schneehöhen durch stapfen. Gehwege räumen und streuen ist in Salzburg nicht üblich.

Den 31. Dezember 2014 eröffneten wir den Vormittag mit einem „Salzburger Biofrühstücksbuffet“.  Den weiteren Vormittag gestalteten wir meditativ zum Jahresausklang, zusammen mit einer „Emmaus“-Reisegruppe aus Münster / Westfalen. Zunächst wurde am Vormittag in der Hauskapelle die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Eucharistiefeier angeboten. Daran schloss sich ein besinnlicher Vortrag von Pfarrer Wachtel aus der Diözese Münster an. Er betrachtete den „Rhythmus der Zeiten“.  „St. Virgil“ reichte uns ein reichliches „Samstag“-Mittagessen (zum Ausgleich für die entfallene Schifffahrt über Wolfgangsee und das nicht gereichte Lunchpaket). Zwischen den einzelnen Veranstaltungen verblieb uns reichlich Zeit zum Nachdenken.

Das Nachmittagsprogramm war dafür etwas dichter vorgeplant: Nach dem Bus-Transfer zum Busterminal „Nonntal“ begleitete uns Frau Brigitte Sebald von Austria-Tourist zum in 2014 neu errichtete Ausstellungszentrum  „Domquartier“ und führte uns sehr kompetent erläuternd durch diesen Ausstellungszyklus. Daran schloss sich um 17:00 Uhr der Besuch der Jahresschlussandacht im Salzburger Dom an. Diese Andacht erwies sich als von den Salzburgern sehr gut angenommen: Der Dom war auch durch Stehplätze restlos überfüllt! Danach führte uns der Fußweg zur Bushaltestelle „Mozartsteg“, wo wir abgeholt und wieder nach St. Virgil gebracht wurden, um uns auf die vom Seminarhotel gut organisierte Silvesterfeier vor zubereiten.

Im „Parkcafé“ des Hauses St .Virgil, bei sehr guter Livemusik, wurde um 19:30 Uhr mit einem gereichten Aperitif, die Silvester-Gala eröffnet. Anschließend wurde im „Parkrestaurant“, das mit viel Umsicht und Mühen zubereitete, geschmacklich sehr abgerundete siebengängige Gala-Dinner serviert, das sich bis kurz vor Mitternacht hinzog. Die Livemusikgruppe, eine 5 köpfige, in Salzburg sehr bekannte Band, zog ebenfalls mit uns um und sorgte dort für eine sehr gute, begleitende Unterhaltungsmusik; später spielte sie auch noch zum Tanz auf.

Mit gereichtem Glas Sekt im Parkcafé und auf der zugehörigen, mit offenen Korbfeuer beheizten  Terrasse im Freien, bei einem vom Haus veranstalteten reichlichen Boden- und Höhenfeuerwerk, wurde das Neue Jahr 2015 von allen anwesenden Reiseteilnehmern und den geladenen Gästen des Hauses St. Virgil begrüßt. Je nach physischer Kraft des Einzelnen löste sich die Neujahrsfeier nach Mitternacht, oder am frühen Morgen des Neujahrstages langsam auf.

Am Morgen des 1. Januar 2015 begrüßten wir den neuen Tag wieder mit dem traditionellen Salzburger Biofrühstücksbuffet nach Art des Hauses St. Virgil. Danach brachte uns der Bus wieder zum B-T „Nonntal“, denn wir sollten unsere reservierten Plätze zum Pontifikalamt im Salzburger Dom frühzeitig einnehmen. Zu diesem Gottesdienst wurde von W. A. Mozart die festliche „Krönungsmesse“ von der Dommusik vorgetragen. Auf die anschließende Besichtigung des naheliegenden Friedhofs der Erzabtei St. Peter wurde aus zeitlichen Gründen, auch weil er unter einer dicken Schneedecke lag, verzichtet. Das Mittagessen rief . . .  – Die Müdigkeit einzelner forderte auch ihren Tribut vor dem festlichen Salzburger Neujahrskonzert am Nachmittag im  „Großen Festspielhaus“.  Auf dem Konzertprogramm standen: im ersten, fröhlichen Teil: Georges Bizet’s  Carmen-Thema (Teile aus Bizet’s  „Carmen-Siute Nr. 1 und Nr. 2“, und von Jenö Hubay die „Carmen-fantazia“, op.3/3, ein Violin-Solo-Stück, sehr gut vorgetragen von Benjamin Herzl. – mit viel Beifall belohnt!) und im zweiten Teil: Ludwig van Beethovens „Symphonie Nr. 9 d-Moll, op. 125“ (vorgetragen von der Philharmonie Salzburg, dem Mozartchor Salzburg, verstärkt durch den Talentum Chor Budapest und 4 Solistenstimmen); ein tiefgehendes musikalisches Erlebnis!  Nach dem Neujahrskonzert hat unser Reisebus vor dem Festspielhaus uns erwartet und zum Abschieds-Abendessen nach St. Virgil gefahren. Daran schloss sich, wer die Muse und Kraft dazu noch hatte, ein gemütlicher Gedankenaustausch zum Tagesausklang im Parkcafé an.

Der Morgen des 2. Januar 2015, unserem Heimreisetag, wurde wieder mit einem ausgiebigen Biofrühstücksbuffet eröffnet, nach dem Gepäckverladen begann pünktlich um 9:00 Uhr unsere Heimfahrt. Je weiter wir uns von Salzburg entfernten, desto weniger Schnee begleitete uns. Dafür wurden die Autobahnen freier und umso mehr Regen und Sturm ausgesetzt. Um 17:30 Uhr erreichte die Reisegesellschaft den ZOB Ludwigshafen am Rhein. Davor hatte uns bereits ein Großteil der Reise-Teilnehmer in Speyer verlassen. Weitere Ausstiegshalte gab es in Wattenheim und in Kaiserslautern

Für die Fernreise und den lokalen Transfer in Salzburg und ins Salzkammergut stand uns mit Herrn Keller als Fahrer von der Fa. Keller-Reisen (Leimersheim/ Pfalz) ein sehr umsichtiges, auf unsere Sicherheit bedachtes Reise-Unternehmen zu diensten.    

Eugen Ennemoser, Diakon i. R., Reiseleiter  

Hier geht es zur Bildergalerie der Reise nach Salzburg.

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